Bergtour im Allgäu: Buching – Buchenbergalm – Mühlberger Älple – Drehhütte – Tegelberg

 

Schön war’s. Fazit also schon mal vorweg genommen 😉 Samstag letzte Woche war ich mal wieder in den Bergen unterwegs. Sollte keine allzu große Tour werden, sondern eine erträgliche Tagestour von Stuttgart aus. Stefan suchte dann eine Route ab Buching (Nähe Füssen) aus – auf der Buchenbergalm war er schon mal und wollte nun die Strecke bis zum Tegelberg laufen. Morgens um 7.30 Uhr ging es los, kurz nach 10 Uhr waren wir dann in Buching. Da war ich noch richtig fit:

Bild auf dem Parkplatz der Sesselbahn in Buching

Abschnitt 1: Aufstieg zur Buchenbergalm

Buching liegt auf ca. 800 m Höhe, so dass der erste Aufstieg zur Buchenbergalm lediglich rund  340 m waren. Angeschrieben ist unten eine Stunde Wegzeit, es gibt zwei Wege, wir haben eine Mischung aus beiden genommen. Erst über „Steigle“, dieser führt erst über die Wiese, dann durch den Wald auf schmalen Pfaden nach oben. Dann ab der Stelle, wo dieser Weg einen breiten Forstweg kreuzt (da gehen ein paar Stufen hoch) dann weiter auf dem Kulturenweg, der dann weiter durch den Wald relativ steil in schmalen Serpentinen nach oben weiter geht. Der Weg „Steigle“ zweigt hier recht ab und soll einen schönen Ausblick auf die unten gelegenen Seen bieten. Da das Wetter eh eher diesig war, nahmen wir den anstrengenderen Weg.

Der Aufstieg über diese Serpentinen ist dann doch recht beschwerlich, es geht stetig bergauf. Allerdings waren wir auch bereits nach 45 Minuten oben, hätte ich das vorher gewusst, wären es auch nur 40 Minuten gewesen und ich hätte auf die Pause 5 Minuten vor der Buchenbergalm verzichtet.

Die Buchenbergalm

Zeit für den ersten Zwischenstopp war dann auf der Buchenbergalm. Diese hat mir sehr gut gefallen. Geöffnet ist sie übrigens täglich von 9-18 Uhr.

Blick auf die Buchenbergalm

Sowohl inne wie außen ist es dort sehr gemütlich. Leider habe ich es versäumt, auch innen Bilder zu machen. Herrlich zur Aufladung von Energie ist das leichte Weizen, das es dort gibt, denn das schmeckt auch richtig lecker. Insgesamt sind die Preise auch recht fair, das Essen sogar eher günstig, wie man auf der vor der Hütte aufgestellten Speisekarte sieht:

Bild von der Speisekarte auf der Tafel vor der Buchenbergalm

Wer faul ist, kann auch mit der Sesselbahn ab Buching hochfahren oder den Bus nehmen.

Der Wanderweg über das Mühlberger Älple zur Drehhütte

Von der Buchenbergalm ging es weiter über die Mühlberger Älpe zur Drehhütte. Dies ist bis zum Mühlberger Älple ein ganz gemütlicher Wanderweg auf breiten Wegen, die meiste Zeit durch den Wald oder am Waldrand entlang. Die erste Hälfte des Weges ist relativ flach mit ganz leichten Anstiegen, zwischendurch kommen jeweils ein paar wenige Meter steilerer Anstieg, den man, wenn man weiss, dass es gleich wieder flacher weiter geht, ohne Tempowechsel gut laufen kann.

Bild von dem flachen waldweg

Später geht es dann über eine Strasse steiler hoch, teilweise wird man dafür dort mit einem tollen Ausblick verwöhnt – wenn das Wetter mitspielt.

Blick auf den Forggensee

Oben am Mühlberger Älple angekommen,

Blick vom Mühlbacher Älple auf die Berge und Kühe

könnt ihr euch entscheiden, ob ihr eine wohl anspruchsvollere Tour über den Branderschrofen (?) oder wie wir abwärts Richtung Drehhütte gehen wollt. Der Weg abwärts zur Drehhütte wurde in Stefans Wegbeschreibung als „anspruchsvoll“ bezeichnet – wir wissen jetzt auch warum. Auf schmalen Serpentinenpfaden geht es relativ steil bergab. Wahrscheinlich relativ stressfrei, wäre man bis dahin nicht schon 2- 3 Stunden unterwegs, da merkt man das doch recht heftig in den Knien.

Blick auf den Pfad abwärts

Am Ende des schmalen Weges kommt man dann auf einen breiteren Weg und ist in 3-4 Minuten an der Drehhütte.

Die Drehhütte

Blick auf die Drehhütte

Die Drehhütte ist im Wald gelegen, man kann schön gemütlich davor sitzen, je nach Wunsch im Schatten der Hütte oder in der Sonne. Kinder finden dort Platz zum Spielen und die Speisekarte verheißt mit Schnitzel mit Kartoffelsalat und Salat oder auch mit Kässpätzle (Kasspatzen) Gutes. Ich konnte mich mal wieder nicht entscheiden bzw. hatte sowohl auf Kässpätzle als auch auf Schnitzel Lust und fragte, ob ich nicht anstelle des Salates und des Kartoffelsalates nicht auch Kässpätzle zum Schnitzel bekommen könnte. Konnte ich 😉 Bekam dafür nur ein statt der zwei Schnitzel, die Stefan auf seinem Teller hatte, dafür war die Portion Kässpätzle für eine Beilage durchaus mächtig, da wirklich viel Käse drin war. Wenn ich mich richtig erinnere auch eine Käsemischung aus Weißlacker, Bergkäse und Romadur (?).

Bild meines Schnitzels mit Kässpätzle

Kann man für 10,50 EUR nicht meckern, oder?

Aufstieg zum Tegelberg

Von der Drehhütte geht es dann wieder stetig bergauf, zunächst über breite Wege mit teilweise schöner Aussicht:

Ausblick...

Wer nach kurzer Zeit wieder eine Pause braucht, kann dann auch auf der Rohrkopfhütte einkehren. Wir nahmen lieber den Weg weiter bergauf, wollten wir doch sichergehen, dass wir mit der letzten Talfahrt auch runterkommen. Wieder geht es in Serpentinen am Rande der Skipiste bergauf. Unterwegs gibt es wieder und wieder einen tollen Ausblick ins Tal.

Blick auf die Seenlandschaft und die Rohbachhütte

Weiter oben wird es dann fies. Das vermeintliche Ziel vor Augen kommen jede Mengen Stufen – ein Horror nach der bisherigen Wanderung.

Blick auf die nach oben Richtung Tegelberg führenden Stufen

Die haben mich dann auch wirklich voll platt gemacht.

Das letzte Stückchen (ca. 4-5 Minuten) geht es dann aber über einen breiten Weg mit mittelprächtiger Steigung nach oben – wo ich dann mein verdientes Hefeweizen zu mir nehmen konnte, kurz bevor die eine Hälfte der oben gelegenen Hütte schloß.

Was ich bis dato nicht wusste – dort oben kann man im Tegelberghaus auch recht günstig übernachten – und es gibt eine Tour von Oberammergau her kommend in 2 Tagen dorthin. Das überlege ich mir gerade, nächstes Wochenende auszuprobieren.

Abfahrt mit der Gondel

Platt wie wir waren, kam ein Abstieg für uns nicht mehr in Frage. Die Gondel brachte uns für 11,50 EUR pro Nase sicher nach unten, wenngleich sie zu der Zeit auch sehr voll war. Für Menschen die fitter sind – es gibt wohl mehrere schöne Abstiege Richtung Talstation.

Rückweg nach Buching

Jetzt kam ein kleines Problemchen: Es sollte ein Bus fahren Richtung Buching. Die Bushaltestelle vor der Talstation war es schon mal nicht. Wir wurden dann ins Dorf geschickt – im nachhinein habe ich gelesen, dass man wohl nur bis zur Bundesstrasse laufen muss und dort dann eine Bushaltestelle kommt. Aber: Der Bus fährt abends eher selten, so im ca. 1-2 Stunden-Takt. Wir sind daher vorher abgezweigt und den Weg am Fuße des Berges zurück gewandert. Zu Beginn ging das noch gut, zum Schluß war es doch mehr ein mechanisches Vor-sich-hin-Marschieren. Sind rund 7-9 km, also doch relativ viel nach so einer Tour.

Daher folgender Tipp: Entweder ihr schaut euch bei der Anfahrt genau die Abfahrtszeiten an (macht bspw. ein Bild mit eurer Kamera/Smartphone) oder kümmert euch schon zuhause darum. Alternativ kann auch das Auto gleich am Parkplatz der Talstation Tegelberg geparkt werden – und ihr fahrt dann mit dem Bus nach Buchingen. Diese Variante würde ich heute wohl bevorzugen.

Fazit

Ein toller Tag war das. Anstrengend, aber richtig schön. Für eine Tagestour ab Stuttgart gut machbar, zumal es verschiedene Alternativen gibt, wie man die Strecken kürzen kann.

Wer abends noch hungrig und in Buching ist: Der Grieche Poseidon direkt am Parktplatz ist echt lecker: Zumindest das Bifteki war toll!

Bifteki im Poseidon neben der Talstation in Buching

Also: Fein war’s – und wer kommt jetzt mit, nächstes Wochenende von Oberammergau aus?

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