Drüben beim Webmasterfriday lautet das aktuelle Thema „Was ist “gut schreiben”?„. Da mag ich gerne auch einige wenige Gedanken in die Runde werfen – nicht ohne am Ende zu vergessen, auf die Klartext-Initiative der Uni Hohenheim hinzuweisen:

Zum „gut schreiben“ gehört für mich zunächst einmal, einigermaßen sichtbar Struktur in den Text zu bringen. Zumindest Absätze müssen nach einigen Zeilen rein. Wenig ist schlimmer, als riesige Plaintextmonster ohne „Pausen“ durch Absätze. Ebenfalls hilfreich finde ich hierzu Zwischenüberschriften.

Dann sollten die Sätze selbst eher kurz, jedoch nicht abgehackt sein – und ja, ich weiß, ich schreibe gerne ellenlange Schachtelsätze. Dann aber sollte wenigstens die Kommasetzung einigermaßen beherrscht werden. Zumindest soweit, dass Sinnzusammenhänge erkennbar bleiben 😉

Ein weiteres Thema ist natürlich die Rechtschreibung – einzelne Fehler finde ich nicht so schlimm, aber wenn der ganze Text nur so von Fehlern strotzt, dann macht das Lesen keinen Spaß. Ob alte oder neue Rechtschreibung oder gemischt, ist mir persönlich egal, ich bin eher ein Verfechter der lebhaften Sprache.

Auch einfache Sprache finde ich wichtig. Texte mit ständigen Fremdwörtern lese ich ungern – auch wenn es sich um wissenschaftliche Texte handelt.

Ansonsten gilt – ruhig ab und an schreiben, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Finde ich menschlich und in der Regel gut lesbar (nein, ich meine keinen Dialekt!). Frei raus, ohne allzu lang an den Texten und am Ausdruck zu feilen…

Und zu (fast) guter Letzt: Schreibt bitte keine reinen SEO- Texte. Oder zumindest wenig. Ständige Wortwiederholungen, nur damit ein bestimmtes Quorum erfüllt wird, finde ich ebenfalls unheimlich anstrengend – auch wenn mir klar ist, dass sich das bei manchen Texten nicht vermeiden lässt.

Hilfreich für Blogger ist hier auch das Unternehmen Lingulab (bei denen ich zumindest den Geschäftsführer schon mal getroffen habe und die bezaubernde Christina aus dem Marketing – fast es also meinetwegen als Werbung auf, wenn ihr wollt).

Und was sagt die Uni Hohenheim (Kommunikationswissenschaften) zum Thema „gut schreiben“?

Abschließend weise ich gerne noch auf Initiative „Klartext“ der Universität Hohenheim hin. Insbesondere die fünf Klartextregeln kann man gerne öfter mal lesen:

  • Vermeiden Sie unnötig lange und komplizierte Sätze
  • Vermeiden Sie unnötig lange, schwere und seltene Wörter
  • Vermeiden Sie Passiv- und Nominalstil
  • Vermeiden Sie unnötige Detailinformationen
  • Führen Sie den Leser durch eine klare Struktur und einheitliche Wortwahl

Diese Regeln sind dort schön ausgeführt und werden auch mit Beispielen erläutert.

In diesem Sinne – viel Spaß beim Lesen und ein schönes Wochenende!

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