Barcamp_Regensburg_2013_8Porno? Auf einem Barcamp? Was ist denn da passiert? So nicht ganz zu unrecht könnte ich die gerade die Frage stellen, ob Pornos jetzt zum Barcampstandard gehören. Ihr erinnert euch vielleicht, dass ich bereits beim Communitycamp dieses Jahr Porno als Aufmacher verwendet habe, jedoch ohne in der Session gewesen zu sein. Dort ging es aber auch mehr um das Communitymanagement.

Beim Barcamp Regensburg war die wohl vollste Session die von Daniel mit dem Titel: „Porn Revolution„. Bestimmt 35 der rund 40 noch anwesenden Teilnehmer besuchten die Session, die unter anderem darum ging, dass es eine Bewegung gibt, die weg vom Schmuddelimage von Pornos möchte. Weg davon, dass Jugendliche denken, dass das, was sie in Hardcore Pornos sehen, der Sex sei, wie er üblich sei.

Lustig war zu Beginn, als Daniel alle aufforderte, die Hand zu heben, wer schon Mal einen Webporno gesehen habe. Sehr zögerlich gingen langsam die Hände hoch, etwa die Hälfte der Teilnehmer der Session meldete sich. Was schätzt ihr, wie viele Hände bei der Gegenprobe, also bei der frage, wer noch nie einen Webporno gesehen hat, hoch? Richtig. Keine einzige…

Dabei wurden verschiedenen Initiativen vorgestellt – von Cindy Gallops „make love not porn“ angefangen über Fuck for Forrest (Zeit-Doku) und come4.org hin zu einem ursprünglich künstlerischen Projekt Beautiful Agony. Letzteres Projekt stellte auf die Frage ab, was es eigentlich ist, was bei Pornos den Reiz ausmacht – das lustgetriebene Gesicht oder die reine sexuelle Handlung.

Come4.org fand ich sehr interessant, denn es macht schnell nachdenklich:

THE LOVER from come4.org on Vimeo.

Und auch sein eigenes Projekt stellte Daniel vor – Radiostim, eine Plattform, die eure Fantasie herausfordert. Mehr wird an dieser Stelle noch nicht verraten, noch ist sie nicht fertig 😉


Doch ein Barcamp wäre kein Barcamp, wenn es nicht auch viele andere Sessions gegeben hätte. Ein weiteres Highlight kannte ich schon – die Session von Christian De Vries mit dem Titel „Warum ich eure Blogposts ziemlich scheiße finde“.

Besser Schreiben

Bereits in Essen habe ich dieses Jahr zugehört, doch auch dieses Mal war es wieder an der Zeit, mir Anregungen zu holen, wie man(n) besser schreiben könnte, um andere, die das lesen sollen, bspw. nicht zu sehr mit langen Sätzen, die zu viele Kommas beinhalten, oder gar Abkürzungen verwenden, nicht zu nerven.

So, wie der letzte Satz, sollten die Sätze also nicht aussehen. Christian sammelt gerne zu Beginn seiner Session alle Kommas ein. Abkürzungen mag er auch gar nicht. Warum? Weil sie den Lesefluss stören und der Leser erst anfängt, diese zu dekodieren. Lange Sätze braucht es auch nicht – mehr als 14 Wörter sollte der Schnitt nicht werden.

Christian De Vries in seiner Session

Christian De Vries in seiner Session

Ganz schlimm sind für ihn immer noch Barcampberichte, die mit der Anreise los gehen, über die Sessionplanung zur ersten, zweiten, xxx Session zum Mittagessen, nicht ohne Lob/Tadel für WLAN und/oder Essen vergessen einzuflechten. Apropos – das flechte ich hie doch gerade mitten rein – das WLAN war einwandfrei auf dem Barcamp Regensburg und das Essen auch!

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Aber weiter zu Christians Session: Zu Beginn sollten die sieben „W“s stehen:

  • Wer?
  • Was?
  • Wann?
  • Wo?
  • Wie?
  • Warum?
  • Woher?

Diese Fragen sollten immer zu Beginn beantwortet werden. Am besten im ersten Satz. Seinetwegen auch im zweiten Satz.

Sonstige Sessions

Natürlich habe ich auch weitere Sessions besucht, so beispielweise etwas zu  Startups gründen, führen und verkaufen, zu 9 Word E-Mail – Nachhaken bei Kontakten leicht gemacht und zu Social Media und Recht. Meine eigene Session „Asche für Blogger“, ein Erfahrungsaustausch war mittelprächtig besucht, aber nicht unspannend. Dazu erkläre ich auf Anfrage gerne, wie Twitter funktioniert und sass selbstverständlich auch gerne in der Session „Erfahrungsaustausch mit erfahrenen Campern“, in der Laura (und andere Barcampneulinge) so einiges wissen wollten.

Die Lokation des Barcamps Regensburg und der „Service“

Barcamp_Regensburg_2013_5Ich möchte da nur sagen: „Und alle so YEAH“!

Selten habe ich ein Barcamp erlebt, bei dem alles, wirklich alles einwandfrei lief. Perfektes WLAN, Catering pünktlich, eine große Auswahl an Getränken, immer Ansprechpartner zu finden. Das Barcamp Regensburg ist mir rund 60 Anmeldungen klein gestartet – aber hat mehr gehalten als versprochen in meinen Augen und muss sich nicht vor den großen Camps verstecken.

Da einzige, was ich kritisieren mag, war die Unklarheit der Abendveranstaltungen, das ist der einzige Anstoss, den ich der Orga mitgeben möchte – Ort und Zeit frühzeitig kommunizieren (und am besten direkt im Anschluss an den Samstag starten lassen ohne zeitlichen Versatz, wo der eine oder die andere dann doch lieber im Hotel dann liegen bleibt. Toll wäre natürlich eine Location, wo wir „unter uns“ sein können, aber das war schon ok so.

Ich ziehe meinen Hut vor den Organisatoren des Barcamp Regensburg – danke, dass ihr das möglich gemacht habt!

Drei der Organisatoren des Barcamps Regensburg

Drei der Organisatoren des Barcamps Regensburg

Und auch herzlichen Dank an die Sponsoren, die das ermöglichten:

Sponsoren des Barcamps Regensburg 2013

Sponsoren des Barcamps Regensburg 2013

 

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