Da zwei der Mädels hier aus der Reisetruppe „Shoppen“ gehen wollten (was sie dann irgendwie gar nicht getan haben), war die Idee Tagesausflug Innsbruck keine schlechte Idee für gestern. Am Vorabend ein wenig das Internetz genutzt und geschaut, was wir so anschauen könnten, ging es dann kurz vor 9 Uhr ab Schaller im Stubaital los.

Anfahrt Innsbruck

Innsbruck erreicht ihr aus Deutschland gut mit dem Flugzeug oder der Deutschen Bahn – und natürlich ist auch die Anfahrt hier direkt aus dem Stubaital problemlos möglich. Man kann entweder das Auto nehmen, ab Fulpmes auch die Stubaitalbahn – oder einfach in den Bus der Linie „ST“ steigen, der von der Talstation Mutterberg bis Innsbruck fährt. Natürlich mit vielen Stopps im Tal, da das ja auch der Skibus ist. Ab Schaller, wo wir untergekommen sind, dauert das eine Stunde. Kostet dafür mit unserer Gästekarte und als Fünfergruppe als Tageskarte (also auch innerhalb Innsbruck nutzbar) 12 EUR per Person. Hin und zurück. Sagte der Busfahrer mit den Worten „Da kann ich was machen“ 😉 Da die einfache Fahrt Innsbruck – Schaller im Stubaital aber auch unter 6 EUR kostet, hält sich der Aufwand so oder so in Grenzen.

Mobiler Datenverkehr in Österrreich

Angekommen in Innsbruck kaufte ich mir (eigentlich vollkommen unnötigerweise, da ich am Freitagabend bereits zurückfahre), noch eine Prepaid SIM von „3“ (10 EUR) und eine Aufladung von 10 EUR, um den Tarif 3SuperSIM Data nutzen zu können (9 EUR). Ist zwar alles ein wenig langsamer hier (4 MBit Download), dafür satte 10 GB für diesen Preis (für 15 EUR gäbe es unbegrenzt mit 10 MBit…). Warum ich die genommen habe? Hauptsache online…. 😉 Nee, dazu kommt, dass ich ohne Roamingaufschlag die Karte auch in Großbritannien (und damit hoffentlich in Schottland) nutzen kann und die Karte ein Jahr lang aktiviert bleibt, so dass ich die also mit einem Wochenendausflug nach Österreich auch aktiviert halten kann während des Jahres. Wer in den nächsten Tagen nach Österreich fährt und Daten-SIM braucht, sagt Bescheid und holt die Karte bei mir leihweise… Leider begrüßte uns Innsbruck erst einmal nicht sehr freundlich mit Nebel, so das selbst die Häuser auf der anderen Seite der Inn sich nicht mehr schön fotografieren ließen – und wir nichts von dem tollen Panorama, das Innsbruck umgibt, zu dieser Zeit erahnen konnten.

Blick auf die bunten Häuser auf der anderen Seite des Inn im Nebel

Nebel lag morgens über der Stadt – die Häuser auf der anderen Seite des Inn waren schlecht zu fotografieren

Wir nutzen die Zeit und schlenderten ein wenig durch die Markthalle Innsbruck, wo man jede Menge regionaler Spezialitäten erhalten kann.

Das Cafe Sacher

Weiter ging es dann ins das bekannte Cafe Sacher. Der Hauptsitz liegt ja bekanntlich in Wien, aber auch in Salzburg, Graz und auch eben in Innsbruck wird ein „Original“ Sacher Cafe betrieben. Ins Innsbruck direkt neben der Hofburg, die wir eigentlich vorher besichtigen wollten – denn das Cafe war für nachmittags geplant. Da wir jedoch um 12.30 Uhr eine Führung durch die Hofburg mitmachen konnten, änderten wir kurzfristig unsere Pläne und kehrten auf eine Sachertorte und einen Sacherkaffee dort ein.

Bild von der "Original" Sachertorte im Cafe Sacher in Innsbruck

„Original“ Sachertorte im Cafe Sacher in Innsbruck

Mal sehen, ob ich noch dazu komme, einen separaten Beitrag zum Cafe Sacher zu schreiben. Spannend ist auf alle Fälle, dass das Sacher offensichtlich ein gutes Monitoring im Social Web hat, denn nachdem ich meinen Checkin (via Foursquare) getwittert hatte, kam doch glatt eine Mention via Twitter:

Nett, oder? Das Cafe Sacher in Innsbruck ist auf alle Fälle sehr gemütlich gediegen eingerichtet – nur den Preis für das doch ziemlich kleine Stück Sachertorte mit 4,90 EUR empfinde ich – vielleicht auch, weil ich sonst eigentlich keinen Kuchen mehr esse – als ziemlich hoch.

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Die Hofburg

Anschließend genossen wir eine einstündige Führung durch die Hofburg (10 EUR inkl. Eintritt). Wir erfuhren dabei sehr viel über die Habsburger, Lothringer und Sissy. Leider durften wir in den Innenräumen keine Fotos machen, aber ich kann euch versprechend, dass der Riesensaal und später die Räume von Sissy sehr beeindruckend sind! Weil es von innen (offiziell) keine Fotos gibt, hier mal ein Blick vom Innenhof – bei mittlerweile strahlenden Sonnenschein:

Foto vom Innenhof der Hofburg ins Innsbruck

Foto aus dem Innenhof der Hofburg in Innsbruck – mittlerweile bei strahlendem Sonnenschein

Weiter ging es nach der Besichtigung der Hofburg auf den

Stadtturm Innsbruck

Nur wenige Meter entfernt von der Hofburg ist der Stadtturm Innsbruck (3 EUR; 2,50 EUR für Studierende). Von dort hat man nach der Bewältigung der Stufen einen tollen Blick auf Innsbruck und die umliegenden Berge.

Nach dem atemberaubenden Blick über Innsbruck wurde es Zeit, etwas zu essen und wir fragten kurzerhand unten an der Kasse nach einer Empfehlung in der Nähe. Dort wurde uns der

Stiftskeller Innsbruck

genannt. Wie sich zeigen sollte, eine hervorragende Empfehlung. Gutbürgerlich eingerichtet ist der Stiftskeller Innsbruck mit großen schweren Stühlen mit hohen Lehnen und einer eher kleinen Speisekarte (dafür in zig Sprachen) versuchten wir unser Glück – ich mit meiner üblich gewordenen Bestellung eines Schnitzel mit Kässpätzle statt der sonst angebotenen Beilagen. Kostete dann anstelle der auf der Karte stehenden 9.40 EUR 9,90 EUR – abolut angemessen, leider erneut ohne einen Hinweis, dass es mehr kosten soll. Scheint in Österreich nicht üblich zu sein, was ich sehr bedauere. Meinen Bericht zum Essen werdet ihr in den nächsten Tagen ebenfalls auf unserer Schnitzelfans Website finden. Vorab nur soviel – das waren mit die besten Kässpätzle meines Lebens!

 

Bild vom Schnitzel mit Kässpätzle im Stiftskeller in Innsbruck

Schnitzel mit Kässpätzle im Stiftkeller in Innsbruck

So gestärkt, trennten sich die Wege unserer kleinen Reisegruppe, die Mädels und Lukas gingen Shoppen, Felix und ich wollten noch das

Glockenmuseum

sehen. Seit 1599 giesst die Familie Grassmayr Glocken – und hat das mit einem Museum gewürdigt. 6 EUR Eintritt wurden verlangt, was ich ziemlich happig fand, vorallem, weil das Glockenmuseum dann doch eher klein ist. Immerhin erfährt man ein wenig, wie Glocken hergestellt werden. Und im hinteren Bereich kann man selbst eine Glocke „schlagen“, die dort in verschiedenen Größen vorhanden sind.

Eine der Glocken im Glockenmuseum Innsbruck

Eine der Glocken aus dem Glockenmuseum in Innsbruck

 

Fazit: Innsbruck lohnt einen Tagesausflug auf alle Fälle!

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