Last Updated on 2. Oktober 2026 by Hubert Mayer
Es war wieder Zeit für ein Barcamp, das Barcamp Pforzheim 2026 stand an. Und das ist ja fast vor meiner Haustür.
Barcamp Pforzheim 2026 Freitag
Mit dem Zug fuhr ich entspannt von Stuttgart nach Pforzheim und lief die etwa 10 Minuten runter bis zum Kreativzentrum EMMA.
Dort angekommen, war ich wieder sehr begeistert von dem Gebäude und natürlich dem Eingang.

Direkt hinter dem Eingang auf der linken Seite war auch wieder der Empfang, der ging auch wieder schnell vonstatten.
Dann lief ich rein, gönnte mir eine Brezel und vor allem Kaffee. Mit vielen Hallos zu alten Bekannten ging es los.
Anschließend setzte ich mich in den Hauptraum, denn die Begrüßung, die Vorstellung des Konzepts Barcamps und der Sponsoren (siehe unten) und die Sessionplanung sollten beginnen.

Das waren aber nur die ersten, die aufgestanden waren, die Schlange wurde noch lang. Und das Ergebnis der Sessionplanugn am Freitag siehst Du hier:

Unmittelbar nach der Sessionplanung ging es dann auch schon los, folgende Sessions habe ich besucht:
- Selbsthilfegruppe Claude und ChatGPT
- Investieren – Mit wenig Geld und viel Angst zu Wertpapieren (mit Comic)
- Komm in die Gruppe (Mikkas Nachfolgesession zu letztem Jahr)
- Austausch – digitale Ordnung (Personal Information Management)
- LoRa-Mesh in Dachsberg. MeshCore Meshtastic
- Gemini Notebooks
- (Nightsession:) Werwolf
Alle Sessions findest Du im Konferenz-Guide.
Zwischen den Sessions gönnte ich mir auch ein wenig Pause, unter anderem auf der Dachterrasse. Der Ausblick in alle Richtungen dort ist toll, besonders gefallen hat mir aber dieser Anblick:

Selbsthilfegruppe Claude und ChatGPT
In der ersten Session rief Erik auf zu einer Selbsthilfegruppe Claude und ChatGPT, natürlich waren aber auch andere KI-Tools mit betroffen.
Themen dabei waren unter anderem, wie man Token sparen kann. Zum Beispiel, dass man bei jedem Mal, wenn man ein neues Thema hat, auf alle Fälle auch einen neuen Chat verwenden sollte, da ansonsten der gesamte alte Rotz wieder geladen wird.
Was mir auch neu war: Perplexity kann auch Bilder erstellen, wusste ich bis dato nicht.
Memories und Skills der verschiedenen Anbieter sind ein bisschen vorsichtig zu betrachten, war die Ansicht einiger, da diese zu einer Bias führen können.
Eine klare Feststellung: KI macht das Leben nicht immer leichter, respektive schneller.
Investieren – Mit wenig Geld und viel Angst zu Wertpapieren (mit Comic)
Ganz tolle Session mit Katharina, die uns zeigte, wie sie an das Thema Investieren herangegangen ist. Investieren mit wenig Geld, darüber hat sie einen Comic gezeichnet und den las sie mehr oder minder vor und erläuterte das natürlich auch.
2022 hat sie mit angefangen, mit wenig (kein…) Geld und wenig Einkommen. Sie hat dann angefangen, ETFs auszuwählen, indem sie Kriterien festgelegt hat und dann auf Finanzfluss.de geschaut hat, welche ETFs denn überhaupt ihre Kriterien erfüllen.
Genauso hat sie große Tabellen gemacht, welche Anbieter wie viel kosten, um am Ende bei einem der dann doch bekannten Neobroker zu landen, den man auf ihrem Screenshot schnell erkennen konnte.
Super sympathische Session, Fachbegriffe wurden schnell erklärt und die hat wirklich Spaß gemacht.

Komm in die Gruppe (Mikkas Nachfolgesession zu letztem Jahr)
Mika hält eine Nachfolge-Session zu seiner vom letzten Jahr und begann mit einer Entschuldigung. Denn unmittelbar nach seiner Session nach dem Barcamp Pforzheim 2025 hatte er seine Approbation als Arzt bereits zurückgegeben.
Key-Learnings aus der Session:
– Ein Base-Jump, Sprung über die Klippen, braucht keinen Mut, sondern vor allem Selbstvertrauen: Vertrauen auf seine eigene Vorbereitung.
– Und: Mach nichts, wo du keine Schmetterlinge im Bauch hast. Das ist ein Learning von seinem Opa.
Austausch – digitale Ordnung (Personal Information Management)
Die Session zum Austausch zur digitalen Ordnung war etwas nerdig. Konrad loggt alle seine Daten letzten Endes täglich in der Apple-Notiz und einmal in der Woche macht er einen Export als Markdown-Datei. Die importiert er dann in IntelliJ IDEA und kann dort alles mit SQL auswerten und durchsuchen.
Ich kann es vollkommen nachvollziehen, alles zu loggen, finde ich super spannend. Man weiß noch nie, was man später mal wieder benötigt. Das stieß aber auf Kritik von einigen als nutzlose Datensammlung.
Ebenfalls angesprochen als gutes Tool: Zotero. Eigentlich Literaturmanagement-Software, lässt sich aber auch zweckentfremden.
LoRa-Mesh in Dachsberg. MeshCore Meshtastic
Das war eine super interessante Session von Peter. Über diese Mesh-Netzwerke kann man kurze Textnachrichten schicken, beispielsweise mit GPS-Daten und Ähnlichem ohne Mobilfunk. Das funktioniert nach Gerät ziemlich weit, soweit Sichtkontakt besteht. Sobald kein Sichtkontakt besteht, ist es natürlich etwas eingeschränkt.
Die Nachrichten schreiben und lesen tut man via Bluetooth mit seinem Handy, hilft als zusätzliche lokale Vernetzung bei Ausfällen vom Mobilfunknetz beispielsweise oder wenn gar kein Mobilfunknetz vorhanden ist.
Es gibt öffentliche Kanäle dabei und private mit 256-Bit-Verschlüsselung. LoRa heißt übrigens Low Range.
Austausch: Gemini Notebooks
Der Austausch zu Gemini Notebooks war insoweit hilfreich für mich, als dass wir dabei auch recherchiert haben, was eigentlich mit einer Link-Quelle passiert, wenn sich die Seite hinter dem Link ändert. Leider gar nichts, denn die Seite wird statisch eingelesen und indexiert.
Ausnahme, wenn die verlinkte Quelle ein Google-Dokument ist, also Google Docs oder Google Tabellen, da wird auch aktualisiert.
Nightsession:) Werwolf
Was soll ich sagen, Werwolf ist immer großartig. Oliver Gassner hat die Moderation wie gewohnt übernommen.
Es war eine relativ kleine Runde. Der erste Werwolf, ein sehr junger Mitspieler, outete sich leider und wurde damit natürlich sofort getötet.
Einen Fehlschlag hatten wir und töten einen Unschuldigen in der zweiten Runde. Anschließend musste ich mich entscheiden, wer von zwei Personen am Ende der Werwolf war, der noch übrig war. Ich entschied mich richtig und wir gewannen.
Essen und Abend beim Barcamp Pforzheim 2026
Das Frühstück war sehr einfach gehalten. Es gab Brezeln mit und ohne Butter, dazu noch auf einem weiteren Tisch Obst, Bananen, Äpfel und Ähnliches.

Mittags gab es dann Lasagne: für die Fleischesser mit Rindfleisch, für die Veganer mit Spinat, dazu gab es noch Parmesan, den man sich drüberstreuen konnte.
Die Stücke waren groß, es war eine große Menge vorhanden. Mir war es zu viel Nudel in der Lasagne und zu wenig gewürzt. Indes gab es andere Personen, die insbesondere das Mittagessen gelobt haben in der Abschlusssession.

Fazit zum Barcamp Pforzheim 2026
Das Barcamp Pforzheim war auch 2026 wieder schön. Es war nett, alte Bekannte wiederzusehen, neue kennenzulernen. Es gab spannende Sessions, ich habe einiges gelernt, wenn auch nicht so viel wie das letzte Mal.
Auf jeden Fall eine tolle Mischung an Sessions, sehr abwechslungsreich, und die Location, das EMMA ist einfach toll. Die Orga, die war auch wieder super, da kannst du echt nix maulen, und 72 Teilnehmende an einem offenen Barcamp an einem Freitag ist natürlich mega.
Nur, meine Kritik vom Barcamp Nürnberg gilt auch hier leider 1:1: Ich würde mir künftig wieder mehr live Begleitung wünschen! Auch auf dem Barcamp Pforzheim war ich letztlich der Einzige, der etwas live auf Mastodon, Bluesky und Threads gepostet hat.
Zu guter Letzt: Danke an die Sponsoren des Barcamps Pforzheim, die diese Veranstaltung überhaupt erst ermöglicht haben!

PS: Wenn Du jetzt Lust auf Barcamps bekommen hast: Unter Barcamp-Liste.de findest Du die meisten Barcamps im deutschsprachigen Raum. Und das Barcamp Stuttgart, das am ersten Novemberwochenende bei der SDK in Fellbach stattfinden wird, hat die Anmeldung jetzt endlich geöffnet.
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