"Begrenzt die parallele Arbeit"

Barcamp Nürnberg 2026 – viel KI, aber auch spannende andere Themen #bcnue26

Last Updated on 21. September 2026 by Hubert Mayer

Ich hatte es bei der Jahresplanung nicht auf dem Schirm und kurzzeitig sah es auch eng aus, ob das Barcamp Nürnberg 2026 (mangels Sponsoren) stattfinden würde. Dann wurden es aber doch rund 25 Teilnehmende und ein schönes, intensives Barcamp. (wer wissen will, was ein Barcamp ist, hier lang und dann wieder hier weiter)

Freitagabend starteten wir mit einer schönen „kleinen“ Warm-up-Party. Ein Wiedersehen mit Stefan, Steffen, Silke, Robert (mit dem ich schon zuvor durch Nürnberg gezogen bin am Tag), Markus und einigen anderen.

Dazu lecker Pizza und das eine oder andere Zirndorfer Landbier. Gegen 22:30 Uhr verließen wir das Klee-Center und schlappten zurück ins Hotel.

Barcamp Nürnberg 2026 Samstag

Kurz nach 10 Uhr starteten wir mit Begrüßung, Vorstellung des Konzepts (oder Lebensgefühl…) Barcamp. Immerhin drei Erstis waren dabei! Dann Vorstellungsrunde und Sessionplanung und ich gebe zu, ich hätte nicht erwartet, dass das Sessionboard sich doch so gut füllen würde:

Der Sessionplan vom Samstag des Barcamps Nürnberg 2026
Der Sessionplan vom Samstag des Barcamps Nürnberg 2026

Unmittelbar nach der Sessionplanung ging es dann auch schon los, folgende Sessions habe ich besucht:

  • You gotta fight for your right to barcamp
  • KI-Führungsnavigator
  • KI-Produktivitäts-Tricks
  • Missverständnis als Normalfall? Kommunikations-Hacks dagegen
  • GEO – ehemals SEO
  • Online Tools & KI
  • Old but not Obsolete – Alte Macs

You gotta fight for your right to barcamp

Gerhard hatte einen Anlass zu dem Thema und so entstand eine Session, in der wir darüber diskutierten, was ein Barcamp denn für uns ausmacht. Wir waren uns durchweg sehr einig. Alle genannten Stichworte und Prinzipien bekamen quasi von allen alle Stimmen. Und so waren wir uns auch einig, dass ein Barcamp, bei dem die Themen vorher eingereicht werden müssen (!) und vorher darüber abgestimmt wird, kein Barcamp ist!

KI-Führungsnavigator

Spannende Session, in der uns Reinhard sein von ihm entwickeltes Modell vorstellte. Hintergrund war, Führungskräfte in einem großen Unternehmen bei einer konsistenten Entscheidungsfindung zu unterstützen. Und sein ausdrücklicher Wunsch war es, ihn bzw. sein Modell zu grillen! Ich fand das sehr spannend!

"Erstellen, Nutzen und Weiterentwickeln des Führungsnavigators" von Reinhard
„Erstellen, Nutzen und Weiterentwickeln des Führungsnavigators“ von Reinhard

Missverständnis als Normalfall? Kommunikations-Hacks dagegen

Auch diese Session war spannend, denn wir sprachen nicht nur über Kommunikationsmissverständnisse (und wie man sie vermeiden kann), sondern zeigten sie auch live bei zwei Runden Tangram.

GEO – ehemals SEO

Das war eine Mischung aus Impuls, vermutete Best Practices und Diskussion. Schnell wurde klar, dass sich momentan vieles einfach noch auf Annahmen und (erfolgreichen) Selbstversuchen stützt, aber auch vieles einfach noch im Wandel ist.

Online Tools & KI

Andreas wollte einen Austausch, wer welche Tools denn so nutzt, stellte dann weitgehend aber die von ihm genutzten Tools vor, da zwar rege Nachfrage bestand, jedoch wenig Tools von Teilnehmenden eingebracht wurden. Einen großen Raum bekamen dabei Voice-to-speech-Tools. Alles Vorgestellte findet sich hier auf einer der Websites von ihm (kmu.io).

Old but not Obsolete – Alte Macs

Das Thema fand ich spannend: Wie kann man einen alten Mac (mit Intelprozessor) mit aktuelleren Betriebssystemen versorgen. Das geht offenbar mit dem „Open Core Legacy Patcher“. Leider wurde mir persönlich die Session schnell zu technisch, sodass ich kein Wort mehr verstand. Die App soll aber einfach zu handeln sein.

Sonntag beim Barcamp Nürnberg 2026

Wir waren noch einmal deutlich weniger Teilnehmende, und so starteten wir schon um 10:30 Uhr.

Der Sessionplan am Sonntag auf dem Barcamp Nürnberg
Der Sessionplan am Sonntag auf dem Barcamp Nürnberg

Was tun für mehr Barcamp?

In der Sessionplanung kam die Frage hoch, warum wir nur noch so wenige sind und Gerhard bot sich an, daraus eine Session zu machen. Klar war, warum es schwieriger wird, zumindest für themenoffene Barcamps. Was wir dagegen unternehmen können, fiel uns schon schwerer. Wie bekommen wir die Community vergrößert, wie frisches Blut hinein? Und wie kommunizieren wir das Konzept Barcamp besser? Abseits von Hypethemen?!

Spannungsbilanz: Ein eigenes Planungs- und Steuerungsinstrument bauen

Dabei sollen im Gegensatz zu klassischen (Zahlen-) Bilanzen auch Spannungen und immaterielle Werte abgebildet werden. Üblicherweise wird dafür ein Bereich von 50 – 150 % genutzt und ein Toleranzbereich festgelegt (i. d. R. von 90 – 110 %).

Gründe für die Spannungsbilanz
Gründe für die Spannungsbilanz

Mehr dazu von/mit Prof. Dr. Nils Herda im Digital Breakfast Podcast: „Spannungsbilanz – Frühwarnsystem für bessere Entscheidungen I EP 211

Timetabler 2.0

Die neue Version wurde innerhalb von etwa zwei effektiven Stunden vibegecodet. Viel try & error war dabei im Spiel. Immer wieder mal gemerkt, nee, so passt das nicht. Also verfeinert.

Kanban so machen muss man aber nicht

Sechs Regel und Prinzipien, sechs Praktiken. Das erste Prinzip: Fangt da an, wo ihr gerade steht! Die wohl wichtigste Praktik: Visualisiere die Arbeit! Boards müssen nicht zwingend von links nach rechts laufen.

Und wieder die Erinnerung daran, „Begrenze die Arbeit“! Mehrere Aufgaben gleichzeitig führt zu Produktivitätsverlusten!

"Begrenzt die parallele Arbeit"
„Begrenzt die parallele Arbeit“

Essen und Abende beim Barcamp Nürnberg 2026

Das begann für mich am Freitagabend mit leckerer Pizza und tollen Gesprächen. Langjährige Barcamp-Bekannte wiederzusehen, ist einfach jedes Mal wieder toll, zumal die Abstände mittlerweile immer länger werden. Sind ja keine 10+ Barcamps mehr, die ich im Jahr besuche.

Freitag machte ich gar keine Bilder, am Samstag dann wenigstens von meinem Teller. Abends wieder Pizza und die leckeren Reste vom Mittagessen, das die Frau von Andreas gekocht hat. Feines thailändisches Essen, was leider dazu führte, dass ich viel zu viel gegessen habe, drei Teller stopfte ich in mich rein!

Pad Grapau auf dem Barcamp Nürnberg
Pad Grapau auf dem Barcamp Nürnberg
Pizza Salami für mich am Samstagabend
Pizza Salami für mich am Samstagabend

Frühstück gab es natürlich auch!

Der Kohlenhydrateteil des Frühstücks
Der Kohlenhydrateteil des Frühstücks

Auch am Sonntag gab es wieder thailändisch zu Mittag.

Thailändisches Mittagessen am Sonntag auf dem Barcamp Nürnberg
Thailändisches Mittagessen am Sonntag auf dem Barcamp Nürnberg

Fazit zum Barcamp Nürnberg 2026

Ein tolles familiäres Barcamp. Die ungewohnt wenigen Menschen haben weder der Stimmung noch den Sessions geschadet. Im Gegenteil!

Spannende Themen mit großer Bandbreite, tolle Menschen und top Verpflegung! Danke Andreas und Markus für die tolle Orga, die zeigt, dass man auch mit wenig Mitteln ein tolles, verbindendes Barcamp gestalten kann! Ebenso natürlich an die Frau von Andreas für zwei ganztägige Kücheneinsätze, Manu und Sabine fürs ständige Unterstützen und alle anderen, die da waren und das Barcamp zum Erfolg gebracht haben!

Das Einzige, was mich im Nachhinein betrachtet echt stört: Wir haben uns zu verschiedenen Anlässen darüber unterhalten, wie man das Barcamp wieder größer machen könnte. Dass so wenige Menschen das Format Barcamp kennen, als eine der Ursachen. Und doch war ich der Einzige, der etwas dazu live geschrieben hat via Bluesky, Mastodon und Threads (sowie Instastories und WhatsApp Statusmitteilungen, aber da sehe ich ja nicht, was andere getan haben). Und beherrsche damit den Tag komplett.

Da würde ich mir künftig wieder mehr live Begleitung wünschen!

PS: Wer wissen will, was ich den Rest der Woche so getrieben habe – hier im Blog kannst Du das Woche für Woche nachlesen, hier für diese Woche mit dem Barcamp und damit auch dem „Drumherum“.

Hubert Mayer
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1 Kommentar zu „Barcamp Nürnberg 2026 – viel KI, aber auch spannende andere Themen #bcnue26“

  1. Hallo Hubert,

    ja, das mit Social Media fiel mir am Wochenende auch auf. Außer von dir hatte ich nicht wirklich was mitbekommen.

    Was die (themenoffenen) Barcamps angeht, sag ich schon länger, daß die Zeit vorbei ist. Die Gründe dafür liegen am Anfang der Barcampära in Deutschland. Groß geworden sind die auf Twitter. Auf Twitter waren aber hauptsächlich Leute aus der IT, Tech, Media und Marketingszene. Daraus speisten sich die Barcamps. Diese Leute blieben aber auch sonst hauptsächlich unter sich. Deshalb sah man Leute abseits dieser Szene eher selten.

    Mir fiel das immer besonders krass in Essen beim Barcamp Ruhr auf. In der Stadt sah man gefühlt kaum Leute ohne Migrationshintergrund rumlaufen, beim Barcamp Ruhr hast diese Menschen dagegen gar nicht gesehen. Eine ganz andere Welt. Und niemand hat sich drum gekümmert diese Menschen und auch die Menschen mit „normalen“ Berufen wie Koch, Bäcker, Kassiererin, Lokführer, Krankenschwester oder Briefträger abzuholen und für Barcamps zu begeistern.

    Die Barcamper der Nuller- und Zehnerjahre sind inzwischen älter geworden, einige gestorben, andere im Ruhestand, manch einer hat nun Familie und Kinder oder vielleicht auch nicht mehr das Geld um durch die Welt zu fahren.

    Es war eine schöne Zeit, aber sie ist vorbei und kommt auch nicht zurück.

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