Links der Woche – KW 25-12: Was Unternehmen von Social Media erwarten können, Unterschied Disclaimer und Disclosure sowie Leistungsschutzrecht

Die heutigen Links der Woche werden wieder kürzer, so richtig Spass macht das im Zug von Berlin nach Stuttgart eh nicht, der Empfang ist lausig…

(K)Ein Wundermittel – Was Unternehmen von Social Media erwarten können… und was nicht

Christian Müller reißt in seinem Artikel „(K)Ein Wundermittel – Was Unternehmen von Social Media erwarten können… und was nicht“ kurz diese Fragestellung an. Ist in einer halben Minute gelesen, sollte man sich aber immer mal wieder vor Augen führen.

Disclaimer und Disclosure

Gerne verwechselt werden Disclaimer und Disclosure – Robert Basic erklärt das ebenfalls in wenigen Sätzen – lest es, merkt es euch und haltet euch dran. Danke. Und ja, der Artikel ist schon viele Jahre alt und ja, ich hab auch nochmal nachschauen müssen, ob ich richtig liege 😉

Der Wahnsinn Leistungsschutzrecht – und warum ich nicht mehr auf Verlage verlinke

Thomas Knüwer zitiert einige bekannte Menschen zum Leistungsschutzrecht und stellt fest: „Der Wahnsinn Leistungsschutzrecht – und warum ich nicht mehr auf Verlage verlinke„. Ich frage mich ja selbst auch, was aus den Links meiner Woche werden wird, wenn das Leistungsschutzrecht in der Form kommen sollte – was ich bezweifle. Wahrscheinlich aber wird sich nicht viel ändern, verlinke ich doch eher selten auf Verlage…

In diesem Sinne – haltet die Ohren steif, bleibt aufmerksam und begleitet die Politik sachgerecht!

Links der Woche – KW 24-12: Gratis Kindle eBooks, WordPress Facebook Plugin, Barcamperläuterung, SocialMedia und Arbeitsrecht sowie Hallimash

Muss mich heute etwas kurz fassen, schön, dass ich aber noch verlinken darf mit kurzen Beschreibungen, mal sehen, was aus den Links der Woche wird, wenn das geplante Leistungsschutzrecht kommt. Wobei ich kaum auf Verlagsmedien verlinke.. aber los geht’s. „Links der Woche – KW 24-12: Gratis Kindle eBooks, WordPress Facebook Plugin, Barcamperläuterung, SocialMedia und Arbeitsrecht sowie Hallimash“ weiterlesen

Barcamp Mainz 2011 = #bcmz – mein Rückblick auf den Samstag


Hart fing es an für mich, das Barcamp Mainz 2011, auch bekannt als Barcamp Rhein-Main oder bei Twitter #bcmz. Hart, weil ich am Freitag in Köln war und dort auch nächtigte – und die Macher des Barcamps rund um Darren J. Cooper einen doch sportlichen Zeitplan mit Beginn vorgegeben haben. Frühstück sollte es am Samstag, 19.11., ab 8.30 Uhr geben – das war von Köln aus dann nicht wirklich zu schaffen, trotz Aufstehen um 6 Uhr.

Am Vorabend noch per Twitter mit der mir bis dahin noch unbekannten Dorthe Luebbert ausgemacht, dass wir mit dem ICE um 7.53 Uhr fahren, fand ich am Bahnhof erstmal Dank Hinweis von Foursquare Mister Location Based Service himself, also Markus aka @kehrseite. Gemeinsam nahmen wir dann erst einmal ein Abteil in Beschlag inkl. aller vier Steckdosen und Dorthe stiess dann später zu uns. Die Fahrt war sehr kurzweilig – was unter anderem der SMS von vodafone geschuldet war, die die Bandbreite von Markus auf GPRS reduzierte, was er nicht so lustig fand 😉

Wohlbehalten und pünktlich brachte uns die Bahn nach Mainz, wo ich schnell ins Hotel ging, das direkt am Bahnhof war, um meine Sachen zu deponieren. Dann schnell weiter zum Busbahnhof – da traf ich die beiden dann wieder. Dank der guten Orga des Barcamps waren wir mit den nowendigen Informationen (Buslinien und Umgebungsplan) versorgt, um dann das auf dem Unigelände sehr gut ausgeschilderte Gebäude zu finden, in dem sonst die armen Studierenden irgendwelche Vorlesungen zur Chemie lauschen müssen.

Wegweiser zum richtigen gebäude beim Barcamp Mainz
Wegweiser zum richtigen gebäude beim Barcamp Mainz

Sessionplanung war um 9.30 Uhr, da kam unser Zug gerade erst an, so dass wir diese verpasst haben. Doch bereits am Eingang ging es los mit „ahhh“, #hach und ähnlichen Nettigkeiten, konnte man doch nur wenige Meter laufen, ohne über bekannte Gesichter zu stolpern, auf die man sich freute. Kaffee gab es auch, und nach ein wenig suchen fand ich auch die liebenswerte Bianca, auf die ich mich besonders gefreut hatte – die ist einfach ein wandelnder Schatz 😉

Dann wurde es aber Zeit, einen Blick auf den Sessionplan zu werfen. Andreas sei Dank, es gab ihn wieder online. Über seinen Timetabler konnte man sich das ganze Barcamp über informieren, wo welche Session wann stattfand. Und so ging es für mich dann los mit

Social Media und Recht

Hier referierte – und beantwortete vor allem die zahllosen Fragen des Publikums – der IT-Fachanwalt Stephan Schmidt der Kanzlei TCI Law, was alles im Social Media Umfeld zu beachten ist. U.a. zur Impressumspflicht, da hier vor kurzer Zeit das LG Aschaffenburg ein aus meiner Sicht etwas seltsames Urteil zur Impressumspflicht bei Facebook fällte (seltsam, weil es der Ansicht war, dass niemand unter „Info“ die erforderlichen Informationen finden könnte…). Absolut souverän kämpfte er sich durch alle Fragen und kam daher gerade so durch seine Folien. Wieder ein Anwalt, den ich uneingeschränkt empfehlen könnte, wenn Bedarf in diesem Bereich im Raum Rhein Main ist.

Startfolie zu Social Media und Recht
Startfolie zu Social Media und Recht

Weiter ging es dann für mich mit

Social Business JamCamp Bustour

Hier berichtete Frank Hamm gewohnt souverän von der von IBM gesponsorten und organisierten Bustour im Sommer 2011. Social Media affine Menschen (um das mal vorsichtig auszudrücken, weiss nicht, wie die Einladungskriterien waren) fuhren verschiedene Stationen in Deutschland an und schauten sich Unternehmen an, nahmen an Workshops teil und hielten Vorträge. Lauter verschiedenartige Firmen wie IBM, XING, Hans Grohe oder auch die Bundeswehr. Unterstützt wurde der Vortrag durch die bereits genannte Bianca und Joachim, die beide ebenfalls dabei waren.

Folie vom Vortrag von Frank Hamm "No head of Social whatever"
Folie vom Vortrag von Frank Hamm "No head of Social whatever" (Bundeswehr)

Weiter ging es mit einer Pause für das Mittagessen. Hier erhielten wir schon morgens beim Empfang einen Bon für die Mensa, die Auswahl bestand dann aus Lasagne – mit Hackfleisch oder vegetarisch und einem kleinen liebevoll angerichteten Salat. gewisse Ähnlichkeiten mit Ravioli aus der Dose waren geschmacklich nicht von der Hand zu weisen 😉

Lasagne mit Fleisch und Salat in der Mensa der Uni Mainz
Lasagne mit Fleisch und Salat in der Mensa der Uni Mainz

Nach dem Mittagessen stand ein Spaziergang um den Block mit S. (nur abgekürzt, aus Gründen) an und ein wenig Quatschen mit allen möglichen Leuten. Die erste Session nach dem Essen sollte dann für mich „Nach uns die Zukunft“ sein, ein gerade gestartetes Blogprojekt, die noch Mitstreiter suchen. Fand ich persönlich für mich nicht so spannend, zumal ich den Begriff Nachhaltigkeilt langsam nicht mehr hören kann und so schaute ich nochmal bei Frank Hamm vorbei bei seinen

Notizen eines Auszeitlers

Dort bekam ich noch Teile seines Berichtes mit, wie er zwischen zwei Jobs sich eine bewusste Auszeit genommen hatte. Und dass doch meist alles anders kommt, als man denkt. Dabei ging es viel um persönliches, ich kann seine Session jedem nur ans Herz legen, denn auch er gehört zu den Menschen, die einem einfach auf Anhieb sympathisch sind! Unter anderem ging es in der Session dann auch noch um Tools zum Thema Produktivität u.ä., hier ergaben sich dann interessante Diskussionen.

Folie aus Notizen eines Auszeitlers von Frank Hamm
Folie aus Notizen eines Auszeitlers von Frank Hamm

Social Business mit Storytelling im Unternehmen einführen

Der schon oben bei der Social Business JamCamp Bustour erwähnte Joachim Haydecker brachte uns in meiner nächsten besuchten Session näher, wie man neue Produkte oder Methoden in Unternehmen einführt. Kaum jemand begeistert sich für technische Daten – Geschichten sind es, die die Menschen begeistern. Er unterlegte dies mit vielen Beispielen, so wie die Vorstellung des MacBook Air durch Steve Jobs, als er dieses zunächst in einem Hauspostumschlag verborgen der Meute zeigte.

Bei der anschließenden Kaffeepause war wieder genügend Zeit, neue Leute kennen zu lernen, wie beispielsweise Carolin, deren Session zu THINKnet ich leider verpasst habe. Schlimm war an der Kaffeepause, dass die belegten Brötchen, die Sandwiches und besonders die Muffins so verdammt lecker waren. Was sich dann durch ein erhöhtes Sättigungsgefühl bemerkbar machte 😉

Verhandlungsstrategien

Dies war der schlichte Titel der vorletzten Session, die am Samstag für mich auf dem Programm stand. Alexander Talmon, von Proud Music verhandelt ständig über Verträge und brachte uns vieles aus seinem reichen Erfahrungsschatz näher. Viel will ich hier nicht verraten, lohnt sich die Session doch für jeden von euch, der noch nicht dabei war. Interessante Einsichten gab es auf alle Fälle zu Orangensaft, Abreiseterminen und Anchoring.

Schmutzige Tricks beim Community Management

lautete der Titel der letzten Session des langen Tages. Bewusst reißerisch von Romy Mlinzk, vielen besser von Twitter als Snoopsmaus bekannt. Sie zeigte, wie man in Facebook mit unliebsamen Kommentaren auf Fanseiten umgeht, wie man andere wieder auf ein vernünftiges Diskussionsniveau bringt – und man merkte, dass Sie vollem Herzen Ihren Job liebt. Die Uhrzeiten, in denen Sie Antworten zeigte, sprachen Bände. Ihre Geduld übrigens auch 😉

Bei der Abschlusssession wurde darauf hingewiesen, mehrfach, dass es keine Party im Baron geben würde. Da einige sowieso erst ihr Zimmer in der Stadt beziehen wollten und das Baron oben an der Uni ist, nahmen wir das wörtlich (auch wenn klar war, wie es gemeint war) und fuhren zurück in die Stadt und zogen nach Beziehen der Zimmer zunächst in einer sehr netten Siebenerrunde los, Mainz zu entdecken.

Stefan machte den Anfang und ging mit Stadtplan in der Hand voraus, Steffi, Bianca, Joachim, Markus, Andreas und ich folgten vertrauensselig. Irgendwann kurz nach dem Dom stiessen wir auf das Hintz und Kuntz, dass gut genug für uns aussah – und ein absoluter Glückstreffer war. Ein super aufmerksamer Service brachte uns einen sehr schönen Abend. Das Essen war top – ich begann mit zwei „deutschen“ Tapas, pikant mariniertes Hähnchen mit Curry und Kokos (ein Traum) und Rosmarinkartoffeln mit grüner Soße (auch lecker). Vor lauter Gelüsten nahm ich dann noch eine Currywurst mit Pommes (wenn ihr die Speisekarte auf der Webseite anschaut, sehr ihr, dass die eigentlich so gar nicht ins Konzept passen will) – der Hammer. Eine tolle Currysosse und eine geräucherte Wurst als Basis – beste Currywurst, die ich je gegessen habe! Der später getrunkene Mythos Rotweincuvée trocken vom Weingut Wedeking erinnert mich gerade beim Nachlesen daran, dass ich den auch noch besorgen wollte, so lecker war der!

Die ersten vier mussten sich dann kurzfristig verabschieden, ging es doch einem nicht so gut und sie mussten noch nach Wiesbaden ins Hotel. Machte aber nichts, kamen doch Marco, Michael, Heiko und Alexander bald nach, die uns via Foursquare gefunden haben, wie Marco in seinem Rückblick zum Barcamp Mainz berichtet. Viel wurde an dem Abend gequatscht und gesponnen, sei es zum Barcamp Ruhr kommendes Jahr oder was man alles bei einem Schokocamp machen könnte. #hach!

Anschließend zogen wir noch weiter in Richtung unserer Hotels zurück, dort hatten wir zuvor das Besitos ausgemacht. Da es die Bebitos traditionale zur Happy Hour seit 23Uhr gab, nahmen wir bei weiteren netten Gesprächen noch den einen oder anderen Absacker zu uns bis wir um 1.24 Uhr dann durch die Zahlungsaufforderung und helles Licht gaaanz dezent zum Gehen aufgefordert wurden. Da es am nächsten Tag schon um 9 Uhr mit der Sessionplanung weiter gehen sollte, war das dann im Ergebnis nicht sooo schlimm, die Nacht war kurz genug 😉

Zum Sonntag dann im nächsten Beitrag mehr – wenn ich mal wieder Zeit habe, den zu schreiben (wird auch kürzer, versprochen 😉 )

Die Sponsoren kommen dann auch am Rückblick auf den Sonntag, hier nur die indirekt erwähnten, also die Uni Mainz (Institut für Informatik) und der leckere Kaffee war von Lindenkaffee.

Lebensversicherung und Social Media – eure Hilfe ist gefragt (auch für PKV)


Ja, richtig gelesen – ich brauche mal eure Hilfe. Von allen gerne, die ihr das lest. Vielleicht kennt ihr das: Nichtsahnend sitzt ihr an eurem Arbeitsplatz und dann kommt wer und meint – „Sie haben da doch vermutlich die größte Ahnung, machen Sie mal“. Und das hat nicht mal was (direkt) mit dem Job zu tun. Nun, so erging es mir letzte Woche.

Worum geht es? Der eine oder andere weiss es oder hat es gelesen: Ich arbeite bei einer relativ kleinen Versicherung – einer Lebensversicherung. Die meiste Zeit über bin ich mit Risikoprüfung für Berufsunfähigkeitsversicherungen und Lebensversicherungen beschäftigt. Und wir sind, deswegen der PKV Zusatz im Titel, die „kleine Schwester“ im Gleichordnungskonzern der SDK – die „große Schwester“ ist die Süddeutsche Krankenversicherung. Und was nun die Frage war? Nun, der Kommunikationskreis hatte das Thema Social Media auf der Agenda. Jede Abteilung hat folgende Fragestellung bekommen:

Social Media: Welche Maßnahmen sind aus Sicht der  Abteilungen gewünscht?

Und jetzt kommt ihr ins Spiel – aus meiner Sicht ist die Fragestellung optimierenswert 😉 Das müsste doch heissen:

Was wollen Kunden oder Interessenten im Bereich Social Media von einer Lebensversicherung oder einer Krankenversicherung lesen / sehen / hören ?

Oder seht ihr das anderes? Ok, ich kann jetzt mal kurz festhalten – manche von euch haben Ahnung von Social Media, nutzen diverse Kanäle sehr bewusst. Andere nutzen Social Media unbewusst. Aber euch allen ist eines gemeinsam: Wer auch nur kurz innehält stellt fest, dass es ohne Versicherungen nur selten geht. Und diejenigen, die das hier lesen, nutzen eindeutig auch das Internet 🙂 Was liegt also ferner, gerade euch zu fragen, was Ihr von Versicherungen (aus eingangs geschilderten Gründen vornehmlich von Lebensversicherern und Krankenversicherern; gerne aber auch zu Sachversicherungen, irgendwer aus der Branche wird hieran sicher Interesse haben) lesen / hören / sehen wollt? Nachstehend findet ihr jede Menge Fragestellungen. Die könnt ihr, wenn ihr schon wisst, was ihr hören wollt, direkt überspringen. Oder darauf explizit eingehen.

Was wollt ihr als Interessenten und/oder Kunden auf welchen Kanälen an Input? Was wollt ihr an Kontaktmöglichkeiten? Wollt ihr „nur“ Gewinnspiele? Informationen zu Tarifen? Zu allgemeinen Fragestellungen? Zu Rechtsprechung, was Versicherungen anbelangt? Ist eine Fanpage bei Facebook, eine Unternehmensseite bei Google+ und /oder bei XING Pflicht? Ein Unternehmensblog? Wer soll da schreiben? Die Marketingabteilung / Presseabteilung? Jeder Mitarbeiter, der Interesse hat? Nur fachliches oder auch mal aus dem Alltag? Verrücktes, was man da so erlebt? Davon gäbe es einiges… Braucht ein Versicherer Youtube? Twitter? Wenn ja, wofür?Wenn nein, warum nicht?

Aufgefallen sind mir hier bislang beispielsweise hier die Allianz und unser unmittelbarer Mitbewerber, die R+V. Beide agieren auf vielen Kanälen, bieten allgemeine Infos und unterbreiten beispielsweise Stellenangebote. Was haltet ihr davon?

Oder sollte ein Versicherer sich eher zurückhalten? Social Media Kanäle vornehmlich für eine direkte Kontaktaufnahme bereit halten? In dem Zusammenhang würde mich auch interessieren, wie schnell ihr eigentlich eine Antwort erwartet? Auf welchem Kanal? Minuten, Stunden? Bei komplexen Fragen muss evtl. ein Medienbruch stattfinden – reicht dann ein Zwischenbescheid ala „Wir arbeiten daran, kommt per Post/Fax/Mail/whatever in voraussichtlich ca. x Stunden/Tagen“? Muss ein (kleiner) Versicherer rund um die Uhr auf allen Kanälen kurzfristig bereit sein zu kommunizieren (wenn nicht irgendein „Supergau“ eintritt)?

Soll nur der Versicherer selbst als Unternehmen auftreten oder nur die Außendienstmitarbeiter? Beide?

Seht ihr eine Anwendungsmöglichkeit für Location Based Services? (Vergesst es, den Mayor nehmt ihr mir dort nicht)

Weitere Anregungen habe ich eben bei Jochen Mai gelesen: Nicht immer nur Produkte! – 30 Themenideen für Unternehmen

Ihr seht, es gibt viele Möglichkeiten – aber ich weiss, dass euch noch mehr einfällt. Also – was wollt ihr wo von einem Versicherer sehen / hören / lesen? Wo würdet ihr sofort sagen – toll, dass „ihr“ das macht?

Freue mich über alle eure Kommentare, werde das gebündelt im Unternehmen abgeben. Und ja, es ist nicht einmal uneigennützig – mir fehlt tagsüber der Zugang zu Twitter, Facebook, Google+ und Co 😉

 

Update: Ein erstes längeres Feedback neben den Kommentaren von Torsten findet ihr hier. Und ein noch längeres von Bianca hier. Und auch Besim hat sich nicht lumpen lassen und plädiert hier klar für ein Unternehmensblog.

Barcamp Nürnberg – eine tolle Erfahrung

Kurzfassung zum Barcamp in Nürnberg (06.) 07.-08.05.2011: Klasse wars!

Für alle die etwas mehr lesen wollen, hier meine Zusammenfassung:

Nach etwas Wirren um Anfahrt und Übernachtung kam ich Freitag Abend in Nürnberg im Südwestpark an (Danke an meine Arbeitskollegin Kristina fürs Mitnehmen) und sah sofort einige bekannte Gesichter – was nicht wirklich verwunderlich ist, lassen es sich doch einige nicht nehmen, auf nahezu jedes Barcamp zu fahren – und ich kann sie gut verstehen.

Zum Abendessen gab es unzählige belegte Brötchen und Bier (ja, auch alkoholfeie Getränke waren in Massen vorhanden).  Die Warmup-Party war letztendlich dann den Gesprächen mit einigen Bekannten und einige mir neuen (jetzt Bekannten) gewidmet. Dank Julian erhielt ich dann noch nachts eine Rundfahrt durch Nürnberg, bis ich bei meiner Schlafgelegenheit ankam und wir dann noch ein wenig über psychologische Testverfahren sinniert haben 😉

Samstag morgens ging es dann gemeinsam los in den Südwestpark und die Anzahl der mir bekannten Gesichter stieg doch rapide – das war schon sehr schön. Los ging es nach der Anmeldung, bei der es auch ein T-Shirt gab, mit dem Frühstück – mit einer tollen Auswahl an Brötchen, Wurst, Käse und Müsli. Anschließend Vorstellungsrunde – jeder Teilnehmer war angehalten, seinen Namen, ggf. seine Firma, und zwei Tags, also Schlagwörter zu sich selbst zu sagen. Immer wieder lustig, was für überraschende Begriffe dabei fallen wie „Bierbrauen“, „Stagecombat“ oder „contentmafia“.

Nach der Vorstellungsrunde dann die Sessionplanung. Hier geht jeder, der einen „Vortrag“ halten möchte (das kann man nur in Anführungszeichen schreiben, da das auch eine Diskussionsrunde oder wie auch immer geartete Interaktion sein kann), nach vorne und informiert kurz über sein Thema und fragt das Interesse ab. Bei mehr als 2-3 Meldungen der Teilnehmer findet die Session dann auch statt. Die Sessions werden in den verschiedenen Räumen in verschiedenen Zeitslots gehalten – da ist etwas Disziplin angesagt.

Um 12 Uhr ging es dann los: Für mich mit einer Session mit dem Thema „Erfahrung in 5 Jahren Startup“ von Klaus Wiedemann, ein sehr interessanter Beginn mit guten Erkenntnissen und Denkanstössen.

Weiter ging es für mich um 13 Uhr mit der Session zum Thema „Authenzität – Wer bin ich wirklich von Jan Theofel und Michael Schommer. Sie berichteten dabei von ihren Erfahrungen in einer, ich sag jetzt mal, Selbstfindungsgruppe. Dort lernt man u.a., wie man Gefühl zulässt, auch mal nein zu sagen und sich auch anderen anzuvertrauen. Teilweise macht das ganze für mich nach wie vor einen recht esoterischen Eindruck, hat sich aber schon etwas gelegt seit ich zum ersten Mal davon von Jan hörte.

Zwischendurch (12.30 – 14.30 Uhr) konnte man sich an einem sehr, sehr leckeren Buffet bedienen…

Ab 14 Uhr war ich dann in einer Session zum Thema „Wissensmanagement für die Wissensgesellschaft“ von Karl Heinz Pape, auch recht interessant, da hier auch eine Abfrage erfolgte, was sich die Teilnehmer darunter vorstellen und wie sie ihr eigenes Wissensmanagement gestalten. Auf ihr kommendes Projekt, hierzu Kurzvideos von 5-15 Minuten anzubieten, bin ich schon sehr gespannt.

15 Uhr ging es für mich weiter  bei Mike Rohrmüller zum Thema „Think-up Social Media Monitoring“, bei dem das gleichnamige Tool vorgestellt wurde. Fand ich für mich persönlich nicht ganz so spannend, wobei eine schöne Übersicht über Twitter ermöglicht wird.

16 Uhr war dann gleich die nächste Session bei ihm zum Thema „Personal Reputation im Web“ – die fand ich nun superspannend und hier war auch eine rege Beteiligung der Teilnehmer zu verzeichnen (bei den anderen Sessions selbstverständlich auch!). Interessant war hier vorallem die Frage, ob es ein Problem darstellen kann, wenn Daten zu einem Namen aggregiert bei Diensten wie 123people oder yasni erscheinen.

Ab 17 Uhr mein persönliches Highlight – die unglaubliche Powerfrau Sina Trinkwalder hielt ihre erste Barcampsession mit dem Titel „Social Guerilla oder die Sache mit der digitalen Nachhaltigkeit“. Die session kann man eigentlich nicht beschreiben. Habe selten in meinem Leben so sehr Tränen gelacht. Sprüche wie „Consultants sind wie Kinder vorm Puff“ blieben nicht die Ausnahme, sondern waren die Regel. Sina stellte dabei letztendlich dar, wie sie zur Gründung ihres Social Business manomama kam und dass sie und die Firma ein und dasselbe sind. Eindeutig eine Person, die Social Media authentisch lebt! Für diese Bekanntschaft kann ich nur danken! Die Session wurde dann auch dank der Teilnehmerfragen um 50% überzogen, aber da war niemand böse drum 😉

Dann wurde erstmal wieder weiter geschlemmt, und später gingen dann die Nightsessions los – 21 Uhr war ich bei Alexander Talmon und diskutierte munter mit zum Thema „Armdrücken – Verhandlungstrategien“. Ab 22 Uhr spielten wir dann in der Session von Eric Spaete Black Stories – das hat Spass gemacht und so zogen wir auch erst so nach 24 Uhr von dannen.

Sonntag ging es nach dem Frühstück und der Sessionplanung um 11 Uhr für mich weiter mit einer sehr interessanten Erfahrung – eine Session von der heyfrau (ob sie wohl ihren Klarnamen hier lesen will? *grübel*) zur „Achtsamkeitsmediation“. Hat mir sehr gefallen und muss ich mir mal auch noch genauer anschauen.

12 Uhr dann nochmal die Session vom Vortag, weil es doch so viel Lob gab und so viele das auch gehört haben wollten – also Sina Trinkwalder zum Thema „Social Guerilla und die geilen Dinge bewegen“ – no comment. *vormichhingrinse*

Um 13 Uhr wurde mir von Andreas versprochen, die Zahl „Pi“ in 15 Minuten bis 30 Stellen nach dem Komma auswendig zu lernen – wäre auch machbar gewesen mit etwas mehr Konzentration. Hierbei handelte es sich um eine Session zum Thema Mnemotechnik. Auch wie man sich lange, komplizierte Passwörter bastelt, ohne sie wieder zu vergessen oder wie man innerhalb eines gesamten Kalenderjahres die Daten Wochentagen zuordnet war Thema. Sehr, sehr spannende Session

14 Uhr dann Social Media, Web 2.0 und Privacy – Klaus stiess hierbei sehr interessante Diskussionen zum Thema Privacy an und die sehr unterschiedlichen Ansichten der Teilnehmer prallten dabei aufeinander.

Letzte Session dann um 15 Uhr zu Juristischen Urban Legends – wie gründe ich eine GmbH, erneut von Alexander Talmon. Auch hier konnte ich fleissig mitdiskutieren, ist das doch ein Thema, das mich sehr interessiert…

Anschließend gab es noch die obligatorische Feedback Session und das Angebot zum Abendessen (Mittagsessen gab es wie am Vortrag als Buffet). Vom Mittagessen war so viel über, dass die Teilnehmer mitnehmen konnten, soviel sie wollten – die Reste konnten dann alle an soziale Einrichtungen abgegeben werden, was mir sehr gut gefallen hat.

Fazit also: Toll wars. Eine wundervolle Mischung von sehr interessanten Sessions zu den verschiedensten Themen (und es gab auch viele, viele weiteres Sessions, den Sessionplan könnte ihr auf dem Sessionplan einsehen). Und auch die Teilnehmer waren klasse – sowohl in den Session, die sich durch spannende Diskussionen auszeichneten, als auch in den Gesprächen in den Pausen, zwischendrin und abends. Freue mich, viele neue Bekanntschaften gemacht zu haben und vorallem darauf, euch alle wieder zu sehen: Vielleicht in Karlsruhe, in Stuttgart oder in Braunschweig? Oder beim Knowlegecamp in Berlin?

Meinen besonderen Dank an das Orgateam – ich weiss, ihr habt viel zeit in das Barcamp im Vorfeld investiert und wart dort jederzeit ansprechbar – Danke, danke, danke!

Und was es zum Essen gab? Unter anderem das: