Hubert Mayer Onlinejunkie

20. April 2016

Wie ist das Leben nach dem Augen lasern? 8 Wochen nach der OP

Filed under: Privates — Schlagwörter: , , , — Hubert Mayer @ 09:45

Nachdem ich nun doch wiederholt (vor allem auf Twitter) gefragt  werde, ob ich nochmal berichte, wie es mir hier geht nach dem Augen lasern lassen, bitte, hier mein Status Bericht.

Heute liegt das Augen lasern genau 8 Wochen zurück. Donnerstagmorgen vor 8 Wochen war die ReLEx Smile  OP, meine ersten Eindrücke von der Augen OP habe ich Dir ja bereits hier geschildert, also vor allem, wie das ganze ablief. Auch über meine Sorgen und Ängste habe ich bereits vor der OP mich hier ausgelassen  – und du fragst natürlich zu Recht, wie es mir geht, ob ich zufrieden bin. Ja, ob es die richtige Entscheidung war, das Risiko einzugehen und meine Augen lasern zu lassen?

Das Ergebnis nehme ich gerne vorweg: Ja, ich bin zufrieden. Ja, ich sehe nach der Augen OP endlich wieder richtig gut, ohne die nervige Brille. Morgens nach dem Aufstehen klare Sicht. Keine beschlagene Brille mehr (ausser mal die Sonnenbrille). Der Gewinn an Lebensqualität ist deutlich spürbar!

Ob es Haken gibt? Natürlich. Es hätte schief gehen können. Es hätte eine Entzündung geben können. Ich könnte verdammt dazu sein, lebenslang Augentropfen zu verwenden. Eine Nach-OP hätte fällig werden können. Doch nichts davon ist bzw. scheint eingetreten zu sein.

Scheint? Ja, scheint. Bislang ist alles gut. Die Augenuntersuchungen nach der OP haben alle ein gutes Ergebnis bestätigt. Auch mein eigenes Sehempfinden  ist super.

Und was war in den letzten 8 Wochen? Also direkt der OP? Sechs Wochen lang sollte ich fünfmal täglich künstliche Tränenflüssigkeit in die Augen Tropfen, die erste Woche zusätzlich entzündungshemmende Tropfen. Hab ich gemacht. War lästig. Ja!

Da hilft nur der Timer auf dem  Smartphone, denn die Tropfen solltest du einigermaßen regelmäßig nehmen. Ist aber selten ein Problem. Nur lästig ist das. Pünktlich nach sechs Wochen habe ich aufgehört, die Augentropfen zu nehmen. Zwei einzige Male habe ich seitdem nochmal die Tropfen genommen, nach einer langen Autofahrt. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich sie noch oft brauchen werde. Ja, bestimmt wieder, wenn ich fliege. Vielleicht auch wieder beim Besuch von Messehallen. Die Luft ist sehr trocken dort, das tut aber auch vielen anderen Menschen ohne gelaserten Augen nicht gut.

Das weitere Problem, das nach der Augen OP da war, das war das schlechte Lesen können sehr kleiner Schrift, an die wir alle nahe mit den Augen ran gehen. Da fällt mir mittlerweile der Vergleich mit vorher schwer, doch ich glaube, da ist kaum ein Unterschied mehr.

Seltsame Empfindungsstörungen, die ich erst einmal auf die OP schob, traten auch auf. Draussen, wenn es windet zum Beispiel. Da tränen noch schneller als früher die Augen. Doch ist da wirklich die Schuld des Augen lasern lassen? Nein. Nur mittelbar. Warum? Naja, über 20 Jahre lang waren meine Augen von der Brille von der direkten Einwirkung von Wind geschützt. Natürlich ist das erst mal ungewohnt…

Ansonsten überwiegen klar die Vorteile der Augen OP. Kein Suchen der Brille mehr morgens, wenn ich nicht Zuhause bin (Zuhause hatte ich dafür einen festen Ablageplatz), bessere Sicht als vorher, keine beschlagene Brille mehr beim Betreten eines Raumes. Und auch keine verlorene oder kaputte Brille mehr. Dafür war ich Spezialist  😂

Fazit 8 Wochen nach dem Augen lasern

Warum hab ich das nicht früher gemacht. Die Korrektur der Sehstärke durch die Augen OP mittels ReLEx Smile hat mir einen großen Zuwachs an Lebensqualität gebracht. Dass die OP selbst unkompliziert und weit weniger schmerzhaft als erwartet war, hatte ich ja bereits berichtet. Die Frage, die bleibt: warum habe ich nur bis kurz vor meinem 43. Geburtstag (morgen…) gewartet, bis ich mir das getraut habe???

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Ach ja -so seh ich dann jetzt aus. Auch wenn ich noch nicht weiss, wohin ich steuere 😉

Hubert Mayer vom travellerblog.eu in Schottland

Ich so ohne Brille in Schottland 🙂

23. Februar 2016

Es wird ernst: Augen lasern steht kurz bevor 

Filed under: Privates — Schlagwörter: , , , — Hubert Mayer @ 09:30

Ich sitze gerade an diesem Montagnachmittag im Wartezimmer der EuroEyes Augenklinik in Stuttgart während ich diesen Artikel beginne. Wozu? Ich habe das Tragen meiner Brille satt. Im Winter nervt sie beim Betreten eines warmem Raums, weil sie beschlägt. Beim Campen ist schon die Frage nach dem Ablageplatz nervig. Morgens nach dem Aufstehen brauche ich einen regelmäßigen Platz dafür.

Meine aktuelle Brille.. weg damit dank Augen lasern

Meine aktuelle Brille.. weg damit!

Dazu kommt die regelmäßige Angst, wie mal wieder zu verlieren. Beim Blick von einer Schiffsreling nach unten beispielsweise, bei starkem Wind… Oder sonst wie. Habe ich mehr als einmal.

Die Lösung: Augen lasern lassen. Viele Jahre spiele ich mit dem Gedanken, jetzt traue ich mich endlich. Heute findet/fand die Voruntersuchung statt. Zahlreiche Untersuchungen des Sehrvermögens, der Hornhaut und auch der Augeninnendruck würde gemessen, wenn ich das richtig verstanden habe.

Vor ein paar Wochen war ich schon mal hier bei EuroEyes Stuttgart. Die private Augenklinik liegt gut für mich. Sehr zentral in Stuttgart auf dem Eck der Königstraße an der Stadtmitte. Das heißt für mich, dass die Bushaltestelle des 43er, der ca. drei Minuten von meinem Zuhause nach kurzer Fahrt hält, ca. 50 Meter entfernt ist. Das beruhigt mich ein wenig, komme ich doch ohne Begleitung zur OP am Donnerstag. Ein sehr lieber Freund hatte mir angeboten, mich im Zweifelsfall auch abzuholen, ich solle nur kurz anrufen. Er habe Zeit (und trug es sich schon direkt in Kalender ein. Danke, Martin!). Und vermutlich würde mich auch eine andere mir sehr liebe Person trotzdem noch abholen, aber nun gut.

Ich werde wieder unterbrochen. Der Augenhintergrund wird auch noch angeschaut.

Begonnen hatte das ernsthafte Nachdenken über das Augen-Lasern mit einer kleinen Session auf dem Barcamp Stuttgart vor ca. 3 Jahren. Ute erzählte damals, wie es ihr ergangen ist. Und stellte sich all unseren Fragen. Seitdem geistert es immer wieder in meinem Kopf herum, ob ein Leben ohne Brille nicht machbar wäre. Gescheitert ist es neben den Finanzen am Mut. Und ich weiss auch immer noch nicht, welcher Teufel mich nun geritten hat, mich zu überwinden.

Vor einigen Wochen war ein Erstgespräch bei EuroEyes mit einer „kurzen“ (ca. 10-15 Minuten) Untersuchung, ob meine Augen grundsätzlich geeignet sind für das Lasern. Dann gab es ein recht ausführliches Gespräch mit einem mir sehr sympathischen Augenarzt dort.

Und jetzt? Jetzt habe ich über 4.000 EUR überwiesen (ja, es wird mit Vorkasse gearbeitet, die Kostenzusage meines Krankenversicherers half nichts), heute die ausführliche Voruntersuchung gehabt (knapp 3 Stunden war ich dort, mehrfache Untersuchungen (siehe oben)). Die Sonnenbrille, die ich unbedingt mitbringen sollte, weil im Laufe der zweiten Hälfte der Voruntersuchung die Pupillen weit getropft wurden, habe ich aber nicht benötigt. Gut, gleißenden Sonnenschein gab es auch nicht mehr nachmittags. Aber ich hätte wohl auch so gut darauf verzichten können.

Zum Ende der Voruntersuchung gab es noch ein „Notfallkit“ (oder so ähnlich). Darin sind Augentropfen (einmal zum Heilen, einmal als Tränenflüssigkeitersatz für die erste Zeit), Sonnenbrille für nach der OP (sinnvoll, denn meine Sonnenbrille Zuhause sind natürlich mit Stärke, damit ich derzeit damit etwas sehe) und eine kurze Anleitung.

Jetzt heißt es warten bis Donnerstag. Dann ist es soweit. Ich weiss schon, dass ich die ersten ca. 3-6 Stunden die Augen danach mehr geschlossen als geöffnet halten soll. Alle Stunde Augentropfen (beide Sorten!) nehmen muss (ich hasse Augentropfen). Am Folgetag dann 6x am Tag die Tropfen zur Heilung, 5x am Tag die für die Tränenflüssigkeit. Letztere dann noch einige Wochen, möglicherweise auch immer wieder mal später. Einige Wochen nicht in den Augen reiben darf. Beim Rausgehen die Sonnenbrille aufziehen soll. Kein Wasser an die Augen kommen darf die ersten Tage. Und ich natürlich am OP Tag auch nicht Auto fahren darf. Doch ich kann wohl alleine nach Hause (siehe oben, es ist nicht schwierig).

Ich habe Angst vor dem Eingriff. Der nennt sich „ReLEx smile“ und es ist ein spezielles Femto-LASIK Verfahren (Link zu Wikipedia); Smile = Small Incision Lenticule Extractio. Das angeblich modernste. Trotzdem: Die Vorstellung, nicht mehr sehen zu können, ist ein Horror. Ich weiss, das kannst Du nachvollziehen. Wer auch nicht, der/die jemals sehen konnte. Und trotzdem vertraue ich. Vertraue ich, dass das Augen lasern lassen eine Standardoperation geworden ist. Und es hilft zu wissen, dass ich bislang von vielen Menschen gehört habe, dass sie sich trauten – und sich ihr Leben dadurch qualitativ verbessert hat.

Drückt mir die Daumen. Ich halte euch (hoffentlich) auf dem Laufenden.

Und ja. Es wurde persönlich. Und? Ich lebe eh weitgehend öffentlich. Und viele von euch kennen mich sowieso. Und bekommen es auch mit…


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