Mein 9. Barcamp Stuttgart: Video, Podcast, ein altes Buch und Freunde wieder sehen, neue Bekanntschaften #bcs10

Das 10. Barcamp in Stuttgart war mein 9. Zum 1. hat mich Jan zwar eingeladen, aber ich vehement mich geweigert wegen meiner Fernuni Klausuren. Was ich verpasst haben sollte, das lernte ich dann auf dem #bcs2. Doch genug der Vergangenheit, es wird Zeit, mit diesem Jubiläumsbarcamp in Stuttgart wieder an alte Traditionen anzuknüpfen, die ich zu lange hab schleifen lassen (wie auch diese Website): Einen Blogartikel zum Barcamp.

Was war denn nun das 10. Stuttgarter Barcamp für mich?

Jan Theofel eröffnet das Jubiläums Barcamp in Stuttgart 2017: Danke an die Sponsoren, links im Bild!
Jan Theofel eröffnet das Jubiläums Barcamp in Stuttgart 2017: Danke an die Sponsoren, links im Bild!

Vor allem ein Wiedersehen mit alten Freunden, manche davon sehe ich nur 1-2 Mal im Jahr, andere öfter. Und dieses Jahr hat mich der Barcamp Spirit seit langem auch wieder voll in den Bann gezogen und ich habe das gemacht, in dem ich neben meinem Reiseblog gut bin: Mich mit neuen Menschen vernetzt. Waren es auf den letzten Barcamps immer nur 1-5 neue Personen, die ich kennengelernt habe, waren es dieses Jahr bestimmt 10 oder mehr. Und das ist neben dem wahnsinnigen Input, den ein Barcamp bietet, einer der verdammt guten Gründe, auf ein Barcamp zu gehen! „Mein 9. Barcamp Stuttgart: Video, Podcast, ein altes Buch und Freunde wieder sehen, neue Bekanntschaften #bcs10“ weiterlesen

Barcamp Ruhr X – eines der besten ever #bcruhrX

Obwohl ich viel später als sonst zum Barcamp Ruhr komme, erst nach der Vorstellungsrunde und zum Ende der Sessionplanung, statt wie sonst üblich am Freitag, wird das eines der besten Barcamps Ruhr ever werden. Warum? Kann ich so eigentlich gar nicht an was fest machen – die tolle Mischung von mir unbekannten Personen und alten Bekannten. Die wahnsinnig tolle Auswahl an Sessions von super motivierten Sessiongebern, toll mitmachende Teilgeber – ach, ich weiss es nicht!

Die digitalen Sessionboards des Barcamp Ruhr X findest Du hier. Analog gab es das unter anderem getwittert von Simon

Eine der für mich spannendsten Session war die

Arbeitsorganisation mit bunten Zetteln

von David.

Meine gesammelten Stichpunkte:

  • Einfach auch Ideen notieren.
  • Überblick behalten, was hat man geschafft.
  • Was bearbeitet man gerade alles gleichzeitig.
  • Unterschiedliche Farben können für verschiedene Kunden verwendet werden oder auch im Laufe der Zeit wechseln, dann sieht man sofort, was schon lange dran hängt.
  • Zettel auf Oberschränken in der Küche.
  • Größe der Zettel eher für Zeitaufwand, Prioritäten eher oben hin hängen

Für mich selber habe ich entschieden, das daher künftig im Büro selbst zu nutzen – Klebezettel (Post-it Super Sticky wurden hier empfohlen, denn stattys würden bei geöffneten Fenster auch gerne mal weg fliegen) in vier Farben habe ich direkt noch auf dem Barcamp bestellt. „Barcamp Ruhr X – eines der besten ever #bcruhrX“ weiterlesen

Pornos auf dem Digitalmediacamp – und was sonst noch so geschah

Snapcode Hubert Mayer vom travellerblog.eu

Pornos auf einem Barcamp? Einem Barcamp, das sich vorrangig an Journalisten wendet? Dem Digitalmediacamp?

Klar, kann man das machen. Wenn der Michael Praetorius da ist, schaut sogar ein Großteil der Teilgeber eines Barcamps Porno. Glaubst Du nicht? Ist aber so. Denn es geht dabei nicht um den Porno an sich, sondern was man von Betreibern von Pornoseiten lernen kann. Der für mich schönste Satz der Session kam auch von Michael, als er mittendrin meinte:

„Ich kenne das, vor vielen Leuten zu sprechen. Aber es ist was anderes, wenn die nebenbei Porno schauen.“

Denn ja, im Hintergrund wurde mit dem Beamer die Seite YouPorn an die Leinwand geworfen. YouPorn hat Michael dann anhand der Seitenelemente analysiert, was wieder sehr spannend war. Warum muss man sich nicht anmelden auf Pornoseiten. Warum muss man dies doch, wen man bestimmte Funktionen nutzen möchte, aber nicht beispielsweise zum Download eines Pornos?

Die Startseite wird jedes Mal neu aufgebaut anhand des von Dir (sorry) als Nutzer gezeigten Nutzungsverhaltens. Die Software analysiert, was hast Du Dir angeschaut, was nicht. Und auf der Basis gibt es neue Vorschläge. Da hilft Dich auch „Sicheres Browsing“ nicht, denn das verhindert nur, dass die Seite in den Browserverlauf aufgenommen wird. YouPorn und andere Seiten identifizieren Dich anhand der Daten Deines Rechners, mit dem Du die Seite nutzt.

Ebenfalls spannende Erkenntnis: Wenn eine Handlung abgeschlossen wurde, ist der perfekte Zeitpunkt für einen Call to Action, da der Nutzer dann wieder offen für Neues ist. Als Beispiel wurde hier die teuerste Werbefläche bei 1 & 1 aufgeführt: Ein Popup nach dem Ausloggen aus dem Webmailer.

Für Menschen mit Videos zu Nischenthemen gibt es die Empfehlung, das Video embeddbar zu machen. Über YouTube Insights kannst Du dann sehen, wo das eingebunden wurde – und findest so möglicherweise neue Kooperationspartner. Für die Videovorschau bietet es sich an, anstelle eines Bildes eine animiertes Gif einzubinden, das eine bessere Vorschau auf das bringt, was den Nutzer im Video erwartet.

Was man noch von Pornoseiten im Netz lernen kann: Wenn man bei Suchergebnissen des Nutzers auf der eigenen Seite keine Ergebnisse bringt, dann lieber anstelle von Googletreffern Links auf zur Suche passende Seiten von Partnerseiten anbieten. Damit betreibst Du auch sinnvolles Linkbuiliding.

Und YouPorn erstellt wohl auch sehr spannende Statistiken über das Nutzungsverhalten. Beispielsweise konnte gezeigt werden, dass nach einem Fußball WM-Finale die Menschen im Gewinnerland wohl eher Feiern gehen während die Menschen im Verliererland die Hand Zuhause anlegen 😉

Du siehst – von Pornoseiten kann man viel lernen. Und das ganze lässt sich natürlich sehr unterhaltsam gestalten, dem Wortwitz sind alle Tore offen dabei 😉

Und was gab es sonst noch so auf dem Digitalmediacamp? Es ist ja konzipiert gewesen als Barcamp, das sich vor allem an Journalisten wendet, und so gab es beispielsweise eine Session zu „Videos in Nachrichten“ von Michael.

Learnings daraus: Immer fragen: „Wo ist der Mehrwert“ des Videos? Kein Mensch will Talking Heads sehen (sorry an meine Snapchatzuschauer an dieser Stelle), immer muss das zum Inhalt der Nachricht passen. Oder interessiert Dich ein Video, bei dem die Bundeskanzlerin am Wahltag hinter der Scheibe verschwindet, wieder auftaucht und dann den Wahlumschlag in die Urne wirft. Siehste… Als Negativbeispiel wurde ein Video zweimal gezeigt. Das erste Mal ohne Ton und wir sollten dann erraten, um was es da ging. Die Meinungen waren vielfältig und als wir beim zweiten Mal das Video mit Ton sahen, müssten wir schon schmunzeln.

Bewegung sollte also sichtbar sein, Dinge müssen durch ein Video besser vorstellbar werden.

Wichtig sind auch der Teasertext und das Teaserbild. Auch hier nochmal der Hinweis auf das oben schon angesprochene animierte Gif, das sich als Videovorschaubild anbietet.

Nach dieser Session ging es wieder runter, um statt der Snapchateinführung von Richard Gutjahr von Klaus zu erfahren, wie Reiseaufnahmen unter erschwerten Bedingungen entstehen.

Ist jetzt aber nicht ganz so schlimm, denn Dank Christian kann ich (und Du) die Session bei YouTube nachschauen:

Jetzt aber zur Session von Klaus:

Klaus zu Beginn seiner Session zum Mobile Reporting auf dem Digitalmediacamp in München 2016
Klaus zu Beginn seiner Session zum Mobile Reporting

Welche Technik verwendet wurde, und wie sich diese im Laufe der Jahre geändert hat. Leichter ist das Equipment vor allem geworden, haben wir gelernt…

Auch einige Empfehlungen gab es in der Session von Klaus:

Adobe Clip zum Schneiden der Videos neben iMovie auf dem iPad
Filmic
Und dann war noch eine App. Ich glaube, für Slowmotion. Meine Autokorrektur hat in einem unbeobachteten Moment leider „Slowfood“ daraus gemacht… Aber vielleicht weiss ja noch jemand von euch, wie die hieß? [Update: Danke Klaus für dei Richtigstellung: Slow Fast heißt die App]

Zum Daten übermitteln wurde uns hier Dropjar empfohlen(startet beim Abbrechen an der Abbruchstelle). Und das sieht mir sehr gut aus, keine Anmeldedaten erforderlich und verdammt große Dateien können hier kostenfrei ausgetauscht werden. Sieben Tage bleiben die Daten gespeichert, dann sind sie dort weg.

Dann schaute ich noch bei der Session von Frank zum Thema Digitales Nomadentum vorbei und konnte da auch mit der einen oder anderen Information weiter helfen, hoffe ich.

Zum Abschluss war ich noch in einer Session von Sixt, die ein wenig plauderten, wie sie Snapchat nutzen und wie der tägliche Ablauf in der Social Redaktion ist. Dort können relativ frei entscheiden, welchen Kanal sie für welches Ereignis bespielen wollen, daher kommt auch ihre häufig schnelle Reaktion auf aktuelle Ereignisse. Sixt hat sich übrigens dafür entschieden, Snapchat nicht täglich zu bespielen, sondern nur dann, wenn sie einen Anlass sehen. Einen Tipp gab es auch: Baut auf eurer Website eine Unterseite mit den Angaben, nach denen Nutzer suchen, wenn sie euch vielleicht auf Snapchat suchen. Den Snapcode dort abzubilden ist dabei auch hilfreich. Meiner sieht übrigens so aus:

Snapcode Hubert Mayer vom travellerblog.eu
Mein Snapcode

Alternativ dazu kannst Du mich auch, wenn Du das gerade auf dem Smartphone liest, direkt über diesen Link hinzufügen.

Alle Sessions kannst Du im Online Sessionplan des Digitalmediacamp nachschauen.

Neben den Sessions gab es eine Menge toller Gespräche, mal länger, mal kürzer. Michael, der auch die Session zu Videos in Nachrichten gehalten hat, empfahl mir abends bei der Party beispielsweise eine Domainhandelsplattform, flippa.com, die ich noch nicht kannte. Und wir spannen an einer App Idee, die für viele wohl hilfreich wäre, wenn sie sich umsetzen ließe…

Das Digitalmediacamp zeichnte sich aber auch durch eine tolle Orga und Location aus – nicht nur dafür, dass es das erste Digitalmediacamp war, war es großartig organisiert. Von Garderobe über das Catering, vom Empfang über den ständigen Support, auch im Vorfeld, über Twitter: Vorbildlich!

Die Location selbst war ebenfalls recht gut, nur wenn das Digitalmediacamp tatsächlich wachsen möchte, wird die Location nicht ausreichen (was ihnen aber bereits bewusst ist. Danke an Lina für die tolle Moderation!

Und dann waren da noch die Sponsoren, ohne die kein Barcamp stattfinden kann, zumindest nicht in diesem zeitlichen Rahmen! Herzlichen Dank an alle! Stellvertretend hier die Goldsponsoren, die wie alle anderen Sponsoren bei der Begrüßung von Lina vorgestellt wurden. Die vollständige Sponsorenliste findest auf der Website des Digitalmediacamps.

Die Goldsponsoren vorgestellt von Lina Timm afu dem Digitalmediacamp im Februar 2016
Die Goldsponsoren vorgestellt von Lina Timm

Der Social Buzz konnte sich auch sehen lassen, Brandwatch war wieder so freundlich, ein Monitoring zur Verfügung zu stellen.

https://www.brandwatch.com/de/
Social Buzz des Digitalmediacamp München, gemessen mit Brandwatch


Fazit zum Digitalmediacamp München 2016

Das war das erste Digitalmediacamp in München. München, eine Stadt, die ich eigentlich nicht mag. Ich hatte daher schon gewisse Erwartungen daran, wie das Camp werden würde. Und wurde sehr positiv überrascht! Ein tolles Barcamp dank toller Orga, Sponsoren und Teilgeber. Ich habe eine Menge mitgenommen für mich – und schreibe daher auch endlich mal wieder einen recap 😉

Ihr wollt „live“ bei meinen Reisen dabei sein? Dann folgt mir doch bei Instagram und/oder Twitter. Meist abends gibt es auf der Facebookseite des Reiseblogs dann auch eine kurze Zusammenfassung der Tage auf Reisen mit den Bildern vom Smartphone. Ab und an nehme ich euch auch auf Snapchat unter hubertmayer mit 😉 Auch hier freue ich mich immer auf neue „Gefällt mir“ – und mir helft ihr damit auch!

Und da ich nicht alleine auf dem Barcamp war, hier die Liste der von mir gefundenen Rückblicke (oder ggf. Sessions, falls da jemand was separat veröffentlicht):


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Das Barcamp Ruhr ist zurück #bcruhr8

Ok, das 8 im Hashtag ist ein wenig frech, denn das siebte gab es nicht. Doch das ist auch schon mein einziger Kritikpunkt am Barcamp Ruhr, das seit diesem Jahr von Berthold und Maik veranstaltet wird. Neugierig war ich, ob sich etwas geändert hat – doch es war nur ich, der es zum allerersten Mal schaffte, zu spät zu kommen am ersten Tag. Dabei wollte ich Freitag doch nur was Essen gehen mit Nero…

Die Location des Barcamps Ruhr war unverändert das Unperfekthaus – und damit war auch ein ständiges Überfressen gesichert :/ Ohne Spass, das geht irgendwie nicht anders in Essen. Man muss ständig essen. Ist ja auch den ganzen Tag über was da…

Bufett gibt es den lieben langen Tag im Unperfekthaus...
Bufett gibt es den lieben langen Tag im Unperfekthaus…

AM lebhaftesten in Erinnerung ist mir mal wieder die Whiskysession von Mike und Carmen, in der wir nicht nur vier Whiskys verkosteten, sondern auch so einiges über Whisky und seine Herstellung erfuhren. Dass am Ende der Lagavulin mein Favorit war, überraschte mich wenig 😉

Ebenfalls interessant war die Session zur Frage „Was ist eigentlich agil?“. Bislang kannte ich nur den Begriff, immer wieder gelesen. Aber nie, was das Konzept dahinter aussagt bzw. ausmacht. Das Manifest für agile Softwareentwicklung findest Du hier online. Jetzt habe ich ja wenig mit Softwareentwicklung am Hut, die Punkte sind für mich aber sehr plausibel und lassen sich natürlich – zumindest in Teilen – auch auf andere Projekte außerhalb der Softwareentwicklung übertragen.

Natürlich war ich auch in einer Menge anderer Sessions, habe ein wenig Input gegeben, wenn ich es konnte, aber vor allem nutze ich die Zeit, wieder mit lieb gewonnen Menschen zu plaudern. Oft nur für wenige Minuten, aber es ist immer wieder faszinierend, wie schnell man auf Barcamps alte Gespräche nahezu nahtlos fortsetzen kann, wie auch Oli feststellte.

Beeindruckend war dieses Jahr auch, wie bereitwillig die Teilnehmer einen Spendentopf bedienten, um eine am Samstagabend verschollene Jacke zu ersetzen. Erinnere mich noch gut daran, dass mir vor Jahren dort mein Netbook abhanden kam. Und nein, auch dieses Jahr bezweifle ich, dass es ein(e) TeilnehmerIN war…! Das Unperfekthaus haben wir nicht für uns alleine.

Der Samstagabend beim Griechen war nett,

Biftekti im Artemis Essen
Biftekti im Artemis

doch auch hier zeigte sich, dass ein Locationwechsel die Menge ein wenig zerreisst. Nächstes Jahr also vielleicht doch besser wieder ein wenig im Unperfekthaus feiern und dann gemeinsam in die Kneipen der Stadt weiterziehen.

Ansonsten bleibt mir zur wenig – den Teilgebern zu danken, dass ihr auch das Barcamp Ruhr unter neuer „Leitung“ zu einer so tollen Veranstaltung gemacht habt, dass es fest in meiner Planung bleibt. Dass die Location fantastisch ist, ist ja bekannt, oder?

Bild aus dem Treppenhaus im Unperfekthaus Essen
Bild aus dem Treppenhaus im Unperfekthaus Essen

Und Maik und Berthold zu danken, dass ihr das Zepter in die Hand genommen habt. Nächstes Jahr Fördertickets ab Beginn, ich nehm eines…

Und zu guter Letzten meinen herzlichen Dank an die Sponsoren, ohne die so eine Veranstaltung nicht bzw. nur sehr schwer möglich ist!

Sponsoren des Barcamp Ruhr 2015 - mit Twitterhandles
Sponsoren des Barcamp Ruhr 2015 – mit Twitterhandles

Ein paar wenige Bilder gibt es später noch, wenn ich wieder an einem normalen Rechner sitze, mein Nexus 5 und das Mac Book Air scheinen da nicht so kompatibel zu sein, wie ich das von Windowsgeräten gewohnt bin 😉

Barcamp Karlsruhe 2014 – ein kurzer Rückblick

Cybermobbing – how to, Podcasten, How to leave your life – 5 ways to suicide, Branding Crashkurs, Blogmonetarisierung und noch einiges mehr – das Barcamp Karlsruhe hielt auch im Jahr 2014 eine Menge Sessions (Sessionplan) unterschiedlichster Art für mich bereit. Bei einigen konnte ich nur zuhören und staunen, bei anderen viel lernen und bei weiteren auch einiges Beitrag.

Ein Barcamp also wie immer? Ja und nein. Aufgrund der schlechten Erfahrungen der letzten Jahre gab es weder eine Vorabendparty noch eine am Samstagabend. Das fand ich dann doch sehr schade, da ich gerne die Kontakte, die man oft am Tag so lose in den Sessions über zwei Tische hinweg vorsichtig aufbaut, abends bei nem Bierchen vertiefe. „Barcamp Karlsruhe 2014 – ein kurzer Rückblick“ weiterlesen

Barcamps? Totgesagte leben länger! Mein Rückblick auf das Hamburger Barcamp und rockende Kinder!

Logo des Barcamps HamburgZurück vom Barcamp Hamburg 2014 blicke ich zurück auf das Barcamp Hamburg, an die Menschen, die ich dort getroffen habe, auf die Sessions, die ich mitmachen durfte und frage mich:

„Wie kommt ihr auf die Idee, dass Barcamps durchgespielt sein sollen?“

Barcampmüdigkeit? Bei mir selbst Fehlanzeige – und solange ich auf Barcamps noch Menschen neu kennenlerne, die nicht das erste Mal auf einem Barcamp sind, kann das nur ein Gerücht sein! Vergangenes Wochenende war ich zum ersten Mal in Hamburg auf dem Barcamp, das nun immerhin schon zum 8. Mal stattfand! Ja, es dieses Jahr länger gedauert, bis die Finanzierung stand – aber sie stand am Ende und insgesamt 600 Teilgeber (!) wurden bis zum Gehtnichtmehr mit Leckereien versorgt während der beiden Tage, es gab Freigetränke auf der Vorabendparty und viele Menschen wurden glücklich gemacht.

Und obwohl es meine erstes Barcamp Hamburg war – es waren viele zum wiederholten Male dort, die ich noch nicht kannte. Und das bei einer „Frischlingsquote“ von wohl deutlich über 50 Prozent, wenn ich das richtig gesehen habe, wie viele Hände hoch gingen.

Verdammte Axt, es hat sich gelohnt! Während die einen Barcamps tot reden, kommt hier schon die nächste Generation in voller Action an.

Ein Zehnjähriger rockt das Powerpointkaraoke

Und so war es eines der eindruckvollsten Erlebnisse von diesem Barcamp Hamburg, dass ausgerechnet ein Zehnjähriger das Powerpoint Karaoke rockt, dass uns fast der Bauch vor Lachen geplatzt ist. Ich selber traue mich nicht einmal auf die Bühne (auch wenn ich es wohl einigermaßen gut kann, wenn ich mal doch muss), doch der Steppke stand freiwillig auf der großen Bühne vor über 100 Zuschauern. Thema seiner zufällig ausgewählten Präsentation: ausgerechnet „Rauchen“. Und das präsentierte er besser als die meisten erwachsenen Teilgeber des Barcamps! Witz, Humor und Mut zur Lücke – uns fielen fast die Augen aus!

Barcamps sind tot? Bei weitem nicht!

Und dann war da noch der 14-jährige, der eine Session zu seinem Umgang mit der Digitalen Welt anbot, die ich leider verpasst habe. Er stellte seine Session aber bereits mit so viel Elan vor, dass ich mich echt geärgert habe, nicht dabei gewesen zu sein. Im Anschluss an seinen Sessionpitch kam übrigens der seines Vaters, der eine Austauschrunde wünschte, wie man mit Kindern / Jugendlichen umgeht, die dieses Internet so selbstverständlich nutzen…

Und was es sonst noch gab auf dem Barcamp Hamburg?

Den Sessionplan findest Du hier für beide Tage.

Mein Favorit am Freitag? Endlich die Session von Michael Praetorius zu Pornos zu erleben. Die Pornosession, zu der ich es in Berlin letztes Jahr nicht schaffte, dort aber schon den Raum sprengte. Pornosession? Ja, wir haben ihm Pornowebsites zugeworfen – und dann mal geschaut, was die so machen. Fragen wurden aufgeworfen wie:

„Hast Du schonmal bei YouPorn kommentiert?“

Den meisten ging es wie mir: Da kann man kommentieren? -> Ja, und zwar ohne Anmeldung. Ohne Daten direkt Preis geben zu müssen. Auch die geschaltenen Werbeanzeigen haben wir uns angeschaut und festgestellt, dass dabei wohl schon ein Targeting im Hintergrund ablief, „obwohl“ wir im Private Mode unterwegs waren.

Und bevor jemand die Seite verlässt, bekommt er auch noch andere Seiten als Empfehlungen angezeigt aus dem XXX-Netzwerk.

Die Session war sehr spannend – und unterhaltsam. Vorallem mit Manu neben mir. 😉

Auch die Monitoringsession, die Susanne Ullrich und Kerstin Nägler gemeinsam gemacht haben, war sehr interessant: Grundlagen ins Monitoring allgemein mit Einblicken, wie solche Queries denn aussehenden. Was man dabei beachten muss. Susanne hat auf brandwatch selbst was zum Barcamp Hamburg geschrieben, mit einigen Graphiken ihres Tool zum diesjährigen Barcamp. Auch die Folien der Beiden sind dort verlinkt, so dass Du Dir selbst ein Bild davon machen kannst.

Für Samstag möchte ich die Weinverkostung ins Feld führen, durch die uns Steffen und – verdammt, wie hieß sie denn eigentlich??? – führte! Eine tolle „Schlusssession“ über zwei Stunden mit rund 10 Weinen, von denen es mir einige auch echt angetan haben. Nette Gesellschaft, viel Hintergrundwissen zweier Weinliebhaber und alles unter einer Voraussetzung: Ihr könnt nach dem Verkosten sagen, ob euch der Wein schmeckt oder nicht.

Und auch die Session von Dirk zum „Besser Schreiben für das Web“ war sehr interessant, auch wenn mir vieles bekannt vorkam von den Sessions von Christian und Christian auf verschiedenen vorangegangenen Barcamps.

Dazu kam viel, sehr viel Socializing mit unglaublich netten Menschen, Bier und natürlich auch Burgern, wenngleich dies erst auch erst Abends nach dem Barcamp Samstag.

Die Verpflegung auf dem Hamburger Barcamp selbst war allerdings ebenfalls schon bombastisch und es gab eigentlich keine Zeiten, in denen es nichts zu essen gegeben hätte. Mein Waage dankte das übrigens mit +2,2 kg von Donnerstag- auf Montagmorgen… Und ich habe mein erstes Nerdblatt erlebt, die Barcampvariante der altbekannten Herzblattshow. Souverän moderiert von Manuel und mit dem bereits genannten Praetorius als hinreissend zusammenfassende Susi 😉 Es bleibt ein wenig Wehmut, dass ich nun ein Jahr warten muss, bis wieder das Barcamp in Hamburg gastiert und ein wenig Trauer, dass ich sieben von diesen Barcamps dort versäumt habe. Hamburg – es war toll! Danke an dieser Stelle an Vivian und ihre Kollegen ((m/w) im Orgateam, die für uns das Barcamp so toll gestaltet haben! Und natürlich auch an die Sponsoren, die so ein Barcamp erst ermöglichen:

OttoAllryderConradCainemlpachtung!
mondayyapitalhmmhtechsmithhanseaticbankHanseventuresBjoernTantaupicalikefhwedeleventurescampixx-weekbrandwatchimmoweltTomTailorGroupcode-xBVCMcloudcontrolsteererbrandsheltermynewsdeskshipcloudtixxt

Sachsponsoren

avconnectEillesDarbovenRedbullBionade1337matecarlsbergmytoyscocacolavioglaceauinsulaner

Partner

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Weitere lesenwerte Barcampberichte finden sich auf der hierfür eingerichteten tixxt-Dokumentationsseite des Barcamps Hamburg 2014.


Ihr wollt schneller und „live“ bei meinen Reisen dabei sein? Dann folgt mir doch bei Instagram und/oder Twitter. Meist abends gibt es auf der Facebookseite des Reiseblogs dann auch eine kurze Zusammenfassung der Tage auf Reisen mit den Bildern vom Smartphone. Auch hier freue ich mich immer auf neue „Gefällt mir“ – und mir helft ihr damit auch! in Hamburg war ich übrigens im Hotel ibis Styles Hamburg Alster City untergekommen und habe hier darüber berichtet.


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