Hubert Mayer Onlinejunkie

19. September 2017

Mein 9. Barcamp Stuttgart: Video, Podcast, ein altes Buch und Freunde wieder sehen, neue Bekanntschaften #bcs10

Filed under: Barcamp — Schlagwörter: , , , — Hubert Mayer @ 21:43

Das 10. Barcamp in Stuttgart war mein 9. Zum 1. hat mich Jan zwar eingeladen, aber ich vehement mich geweigert wegen meiner Fernuni Klausuren. Was ich verpasst haben sollte, das lernte ich dann auf dem #bcs2. Doch genug der Vergangenheit, es wird Zeit, mit diesem Jubiläumsbarcamp in Stuttgart wieder an alte Traditionen anzuknüpfen, die ich zu lange hab schleifen lassen (wie auch diese Website): Einen Blogartikel zum Barcamp.

Was war denn nun das 10. Stuttgarter Barcamp für mich?

Jan Theofel eröffnet das Jubiläums Barcamp in Stuttgart 2017: Danke an die Sponsoren, links im Bild!

Jan Theofel eröffnet das Jubiläums Barcamp in Stuttgart 2017: Danke an die Sponsoren, links im Bild!

Vor allem ein Wiedersehen mit alten Freunden, manche davon sehe ich nur 1-2 Mal im Jahr, andere öfter. Und dieses Jahr hat mich der Barcamp Spirit seit langem auch wieder voll in den Bann gezogen und ich habe das gemacht, in dem ich neben meinem Reiseblog gut bin: Mich mit neuen Menschen vernetzt. Waren es auf den letzten Barcamps immer nur 1-5 neue Personen, die ich kennengelernt habe, waren es dieses Jahr bestimmt 10 oder mehr. Und das ist neben dem wahnsinnigen Input, den ein Barcamp bietet, einer der verdammt guten Gründe, auf ein Barcamp zu gehen!

Neue Menschen, neuer Input, neue Netzwerkbestandteile. Immer in der Hoffnung, anderen etwas helfen zu können. Dafür habe ich mir dieses Jahr besonders viel zeit in Stuttgart genommen. Egal, ob durch Beiträge innerhalb anderer Sessions, in den abendlichen Werwolfrunden oder sonst über den Tag verteilt! Schon damit ist das Barcamp Stuttgart dieses Jahr wieder zu einem Highlight für mich geworden!

Doch natürlich habe ich auch eine Menge Input mitgenommen. Es gab keinen einzigen Slot, in dem ich nicht mindestens eine Session verpasst habe, teilweise waren es bis zu 4 gleichzeitig, die ich hätte sehen wollen (es gab 12 Sessions parallel…)

Screenshot einer meiner Dilemma-Slots auf dem 10. Barcamp Stuttgart: 4 Sessions in den Favoriten...

Screenshot einer meiner Dilemma-Slots auf dem 10. Barcamp Stuttgart: 4 Sessions in den Favoriten…

Besonders viel mitgenommen (aber auch ein wenig Wissen geteilt) habe ich der Session

Wie mache ich coole Facebook Clips – Seminar und Diskussion

von Olli.

Learnings:

  • Für den Beginn eines Videos eignet sich in vielen Fällen eine Totale, da sich Menschen gerne zu Beginn orientieren
  • Näher ran (warum seh ich da meinen lieben Freund Achim grinsen?) hingegen bringt mehr Emotionen
  • Wenn man jedoch versucht, im Video etwas zu erklären, ist es oft besser, ein wenig weiter weg zu gehen, damit auch die Hände gesehen werden
  • Hände zwischendurch zu filmen eignet sich gut für Schnittmaterial
  • häufig kommen nach 2-3 Sekunden schon Schnitte
  • kostenlose Musik (unter Creative Commons) für Videos (auch für kommerzielle Zwecke) gibt es bei Freesound.org (Tipp von mir: wer ansonsten ne bezahlbare Flat für YouTube sucht, der kann sich auch mal Epidemic Sound anschauen)

Aber auch die Session(s) von Suse und Tom

Podcasting zum Anfassen (und ohne am zweiten Tag)

waren sehr spannend. Tom erzählte viel zur Technik, die er dabei hat.

Suse ergänzte dann die weichen Themen, beispielsweise wie man sich zwingt, in die Gänge zu kommen und endlich anzufangen. Bei ihr: Realistischen Termin setzen, wann die erste Folge online gehen kann und dann öffentlich machen, sich also dem öffentlichen Druck auszusetzen.

  • Themenfindung beispielsweise über Facebookgruppen, was wird immer wieder gefragt?
  • Für Reise beispielsweise: Leute aus dem Land, O-Töne, Essen, die eigenen Leser einfach mal fragen, was sie hören wollen
  • Redaktionsplan: Zum Beispiel in Trello, auch Srivener wurde vorgeschlagen (bietet sich genauso für den Blog an; ich selbst zweckentfremde dafür mittlerweile Todoist und zahle auch dafür, auch wenn die kostenlose Variante schon toll ist!); Goldstandard ist wohl Scompler
  • Techniktipp: Decke auf den Tisch unter das Mikrofon (oder Styropor)

Ein weiterer Linktipp, den ich aus der Session „https !=https TLS Tunables“ von Thomas Heidrich mitgenommen habe, ist dass man Zertifikate auf Websites prüfen kann auf dieser Seite.

Weitere Learnings vom Barcamp Stuttgart:

    • „Bei Amazon anschauen“ konvertiert deutlich besser als „Bei Amazon kaufen“Ich muss unbedingt wieder eines meiner Lieblingsbücher lesen: (Affiliatelink zu Amazon) „Wie man Freunde gewinnt von Dale Carnegie“ (und ich habe gestern Abend damit angefangen). Meine Ausgabe habe ich von meinem (glücklicherweise noch lebenden) Vater „geerbt“:
    • Meine Ausgabe von "Wie man Freunde gewinnt" aus 1966

      Meine Ausgabe von „Wie man Freunde gewinnt“ aus 1966

    • Affiliatemarketing ist vielfältig und wir können gut darüber diskutieren, was funktioniert und was nicht (danke an den tollen Input von Mike und
    • TorstenÜber Schleichwerbung kann man leider auch 2017 noch endlos diskutieren (danke an Djure für die interessante Session)
    • Nicht jeder Sessiontitel hält, was er verspricht, aber Sessions können Folgen habe, wie ein Singleboard auf dem Barcamp Stuttgart – Danke Farina für’s #machen
Spontan gebasteltes Singleboard auf dem Barcamp Stuttgart

Spontan gebasteltes Singleboard auf dem Barcamp Stuttgart

  • Es gibt viel Möglichkeiten, sich hacken zu lassen. Egal ob im WLAN, über n USB-Stick oder über Bluetooth (Mega Danke für die eindrucksvolle anschauliche Session vom Goldsponsor Jochen Weiland und Raphael)
  • Der Alltag in der Gerichtsmedizin ist vielfältig und in einem einzigen Screening werden 100.000 Substanzen abgecheckt…
  • Die Gerichtsmedizin ist immer auf der Suche nach Vergleichsproben neuartiger Drogen
  • In Lappland wandern ist nur was für verdammt Hartgesottene – ob da 16/17-jährige Schüler und Schülerinnen dazu gehören, ist zweifelhaft

Du siehst schon – die Themen waren wieder extrem vielfältig, es gab viel zu lernen, aber auch viel zu schmunzeln.

Danke, lieber Jan, Erik und Martin für die Orga! Ohne euch würde es nicht stattfinden können. Danke an alle Teilgeber – ihr wart großartig! Und danke an die Sponsoren, für mich natürlich prima, wenn auch eine Kiste am Samstag dann zu wenig war am Ende der langen Werwolfnacht:

Meckatzer als Getränkesponsor - saugeil!

Meckatzer als Getränkesponsor – saugeil!

Aber tatsächlich gehört der Dank allen Sponsoren!

Weitere Artikel über das Barcamp Stuttgart 2017:


  • Anzeigen:

Besser als ich Fotografieren lernen kannst Du im Onlinekurs von Basti und Jenny von 22places

22. September 2014

Zuhause aufräumen, um das eigene Leben aufzuräumen? Meine Erkenntnisse vom Barcamp Stuttgart 2014

Filed under: Barcamp,Entscheidung,Stuttgart — Schlagwörter: , , , , , , — Hubert Mayer @ 11:17

Anett Heim ist schuld. Eigentlich wollte ich gar nicht in ihre Session. Doch irgendwie bin ich reingestolpert und hängen geblieben. Und fast heulend (in positiver, gerührter, mitgenommener Weise) raus gegangen. Nicht nur, dass ihre Art zu reden und präsentieren unglaublich einnehmend ist, auch inhaltlich wurde ich sehr zum Nachdenken angeregt. Dazu haben dazu auch die anderen Teilgeber einen ebenfalls großen Beitrag geleistet, allen voran Birgit.

Über Minimalismus bin ich in letzter Zeit (seit der DNX in Berlin im Mai) immer wieder gestolpert. Befreit es einen tatsächlich, wenn man nur wenige Gegenstände besitzt? Wenn man das glaubt, wie kommt man(n/ich) dorthin? Da war die Session auf dem Barcamp Stuttgart ein wahnsinnig toller Anstoß – und ich wäre fast aufgestanden und nach Hause gegangen. Einfach, weil ich anfangen wollte mit (in meinem Leben?) aufzuräumen.

Mitgeschrieben habe ich nicht, aber die wichtigsten Punkte für mich waren, dass ich Anfangen muss, dass ich Schrittweise vorgehen muss (dortiges Beispiel: nicht das ganze Bad, nur den Arzneischrank oder so ähnlich (ich kam etwas später dazu)), dran bleiben muss. Eingestreut von Birgit auch: immer wenn was Neues ins Haus kommt, muss ein Stück Altes weichen.

Und jeden Tag ein klein wenig machen – meist bleibt man, wenn man angefangen hat, eh länger dabei als man plant. Kenne ich irgendwie vom Putzen. Anfangen ist das allerschwerste, aber wenn man mal dabei ist, komme ich vom Hundersten ins Tausendste. Oder so.

Aber auch sonst war einiges geboten auf dem Barcamp Stuttgart 2014 – eine tolle neue Location, der Hospitalhof, viele freudige Momente des Wiedersehens mit alten Bekannten und angenehme neue Bekanntschaften. Spannende Sessions sowieso zuhauf – aber auch viel Pause für mich dieses Jahr und einfach mal weiter quatschen.

Manche Sessions fühlen sich aber auch wie Pause an. Lakritz futtern mit dem Herrscher des Lakritzplanten beispielsweise. Der verwöhnte uns mit Lakritz von A bis D von Lakrids. Mein eindeutiger Favorit natürlich A – das Teufelszeugs, mit dem mich Christian bereits auf der CMT angefixt hat. Aber das hat er nun davon – meine Taschen habe ich mir an beiden Tagen voll gepackt 😉

Chistian aka Lakritzplanet

Chistian aka Lakritzplanet

Doch auch sonst konnte ich nicht klagen, das Essen von Esskultur hat mich wieder aufs Neue begeistert – ich kann mich bei denen ja echt reinlegen. Bin echt gespannt, was genau ich gewonnen habe, hätte ich nur mal vorher richtig zugehört. Einen Gutschein auf alle Fälle von Esskultur – das wird fein ;))

Fingerfood beim Barcamp Stuttgart - immer wieder ein Genuß #bcs7

Fingerfood beim Barcamp Stuttgart

Was sonst noch war? Viel Quatschen über 2 neue Camps, die das Land erblicken sollen. Mal in ganz kleiner Runde, also Jan und ich. Einmal in größerer für ein anderes. Mehr verrate ich noch nicht…

Dann habe ich noch teilgenommen bei:

  • „Next Big Thing in ECommerce – Was der Mittelstand von Zalando und Amazon lernen kann (Matthias Thürling)
  • „2 Jahre #iblog0711“ (Thomas Renger)
  • „Twitter Relations – mit Social Media erfolgreich Job, Wohnung, Freund/innen finden“ (Alexander Schnapper)
  • „So tickt YouTube“ (Andreas Zeitler)

Gefühlt echt wenig, wenn ich mir das so anschaue, was aber an sonstigen Diskussionen dazu kam, hat auch gereicht…

Mr. Barcamp Jan Theofel führte wieder souverän durch das Programm – und stellte natürlich vollkommen zurecht fest:

„Das Barcamp seid ihr“

Jan Theofel bei der Eröffnung des Barcamp Stuttgart 2014

Jan Theofel bei der Eröffnung des Barcamp Stuttgart 2014

Lieber Jan – hab herzlichen Dank, dass Du uns wieder unvergessliche Stunden und Tage verschafft hast. Und das, obwohl Du nicht einmal mehr hier wohnst. Und nicht nur das – sondern auch gleich 2015 und 2016 mit festen Terminen belegt hast…

Ein weiteres Danke an alle anderen Teilgeber, die mitgeholfen haben. Egal ob am Empfang, beim Tragen von irgendwas, beim Aufräumen, WLAN einrichten – oder durch das Vorschlagen oder Halten einer Session, durch die aktive Teilnahme an den Sessions und auch durch Kritik! Und vor allem: Dass ihr dabei wart und diese Veranstaltung wieder großartig gemacht habt!

Und zum Abschließen zum Abschluss: Besten Dank an die Sponsoren, ohne euch wäre ein solches Barcamp nicht möglich bzw. für viele unbezahlbar. Danke, dass ihr so etwas ermöglicht!

Platin-Sponsoren
Lightwerk InternetagenturMFG InnovationsagenturWishdrum

Gold-Sponsoren
induux - The industry platformLand Baden-WürttembergMosaiqDie Experten für TYO3Messe Stuttgart - Mitten im MarktJan Theofel - Barcamp-Organisation und -Moderation

Silber-Sponsoren
Coworking StuttgartI.O.F.F. - Inoffizielles Fernseh- und Medienforumaexea – Ihre erfahrene Kommunikationsagentur aus Stuttgartdigital worxMichael Schommer für das prismcamp2Freiarbeiter

Unterstützer
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