Gespannt war ich auf meinen ersten Besuch der re:publica. Lese ich doch immer wieder auf diesem komischen Twitterdingens, wie toll das war, die letzten beiden Jahre. Diesmal dachte ich, schau ich mir das selbst mal an, dieses „Klassentreffen“, von dem alle sprechen. Montag reiste ich bereits an, um noch zwei schöne Tage in Berlin zu verbringen. Montag ging es los mit dem Currywurstmuseum und abends in Irish Pub, Dienstag dann eine lange Bootsfahrt (Bilder) und Abends Schnitzelessen und anschließend zur Vorabendparty im St. Oberholz.

Ankunft

Die Anfahrt von meinem Hotel in der Nähe des Ku’damms gestaltete sich problemlos mit 5 Minuten Fussweg und 2x 5 Minuten U-Bahn, die perfekt aufeinander abgestimmt waren.

Bild vom Plakat am Eingang zur Station

Die re:publica 2012 fand in der Station statt, einen großer Gebäudekomplex direkt an der Station Gleisdreieck. Dort angekommen ging es so los, wie es am Vorabend im St. Oberholz aufgehört hatte – ich konnte keine 10 m laufen, ohne dass mir jemand über den Weg gelaufen ist, den ich von irgendeinem Barcamp oder ähnlicher Veranstaltung kannte. Oder von den Vortagen. Am Einlass musste man sich noch akkreditieren, klar, dass meine Schlange die längste war und der QR-Code-Leser natürlich erst einmal streike bei meinem Ticket.. ging aber alles in allem verdammt fix und ich ging auf Besichtigungstour.

Aufbau in der Station

Direkt am Eingang fand sich der erste von zwei Infoständen, an dem es auch einen gedruckten Zeit- und Raumplan gab. Dann gab es einen kleine „Messebereich“, an dem Sponsoren informierten und nette Giveaways hatten sowie ein Stand mit Getränken und Snacks. In der Mitte der großen Halle befanden sich die bald so genannten „Affenfelsen“, eine treppenförmige Konstruktion, auf der man sich niederlassen konnte und wo es Steckdosen gab. Der perfekte Ort für Socializing von Nerds 😉

Ein Blick auf den Affenfelsen (Bild von Jörn Sieveneck: http://nero.is/ (alle Rechte verbleiben bei ihm))

Auch nett war die „Offline“-Twitterwall an die alle (?) Tweets, die mit #rp12 getwittert wurden (und vorher per #action #rp12 quasi aktiviert wurden), im Minutentakt geklebt wurden:

Bild von der Offline Twitterwall

Twitterwall und fleissige Helfer (Bild von Jörn Sieveneck: http://nero.is/ (alle Rechte verbleiben bei ihm))

Sessions

Ich mag ja Barcamps lieber. Aber auch auf der re:publica wurden einige spannende Sessions angeboten. Ich war auf einigen, vorallem noch am ersten Tag, im Laufe der re:publica wurden das dann immer weniger. Warum nur… 😉 Folgende Sessions habe ich besucht:

  • 10 Uhr – Eröffnung (Stage 1)
  • 11 Uhr – Creative Internet Business: Made in Germany (Stage 2)
  • 11.45 Uhr? – Global Wissen sharen, lokal handeln. Was Du vor Ort für das Netz tun kannst und wie Wikimedia dir dabei helfen kann (Stage 8)
  • 13.30 Uhr – Spielregeln für das Netz – sicher publizieren in Blogs, Foren und Sozialen Netzwerken (Stage 5)
  • 14 Uhr – About me – die digitale Fassade (Stage 3)
  • 14.45 Uhr – Selfpublishing – was Autoren vom Selfpublishing erwarten können (und was nicht) (Stage 2)

LAAAAANGE Pause für mich mit einem Treffen in der Stadt mit jemanden, die nicht bei der re:publica war und einem unspektakulären Essen am Gendarmenmarkt (hätte ich besser auf sie gehört und wären zum Italiener).

  • 19.45 Uhr – Überraschungsvortrag von Sascha Lobo (Stage 1)

Abendprogramm

Erst noch recht lange drin auf einem der Affenfelsen gesessen und mit verschiedenen Leuten gequatscht, dann draussen auf dem Hof weiter gemacht mit noch mehr – und dann wieder Hunger bekommen und mit einer kleinen Meute aus alten und neuen Bekannten losgezogen, um irgendwo in der Nähe des Bahnhof Zoo/Ku’damm noch was zu essen zu bekommen. Vapiano ist es dann geworden – und obwohl ich Vapiana jetzt jahrelang gemieden habe, weil ichs ned so dolle fand, muss ich sagen, es war eine verdammt leckere, verdammt scharfe Pasta, die mir da kreiiert wurde 😉

leckere Pasta aus den Aktionsgerichten bei Vapiano

Kritik

Auch Kritik muss sein, und ich packe die gleich auf den ersten Tag, den die beiden folgenden Posts werden wohl eher kürzer, wenn ich nicht sogar den Donnerstag und den Freitag zusammenfasse:

Das WLAN. Sorry. Aber auch wenn viele sagen, dass es klar war, dass es nicht funktionieren wird und das dazu gehört – ich hatte in den drei Tagen nur sehr, sehr sporadisch Zugriff auf das WLAN, und das finde ich echt schwach. Anzahl Teilnehmer war bekannt, dass im Schnitt jeder wohl zwei Geräte mitbringt, die versorgt werden wollen, ebenfalls.

Namen vor Inhalten. Vielleicht ist es euch aufgefallen. Normal verlinke ich sehr gerne auf Menschen, die Sessions halten. Dass ich das oben nicht getan habe, ja nicht einmal die Namen der Vortragenden nenne, liegt daran, dass auf den Sessionplänen die Namen fett gedruckt sind und die Themen ganz klein darunter. Ganz, ganz schwach!

Fazit des ersten Tages

Schon beim Ankommen hab ich mich Zuhause und wohl gefühlt, weil so viele Menschen, die schätze und gerne mag da waren. Keine 10 Meter konnte man ohne ein „Hallo, schön dich zu sehen“ gehen. Herrlich! Bis auf die vorgenannten Kritikpunkte haben das Orgateam und die Helfer vor eine riesen respektable Leistung vollbracht – Hut ab! Schon am ersten Tag stand für mich fest, dass ich 2013 wieder dabei sein will, wenn ich das irgendwie gebacken bekomme (Ticket, Urlaub…).

Und keine Sorge, zu ein, zwei Sessions schreibe ich auch noch mehr 😉

%d Bloggern gefällt das: