Barcamp Nürnberg – der Samstag

Anfahrt

Nach einer eher schlaflosen Nacht Freitag auf Samstag ging es morgens recht zeitig los – erst ein schnelles, aber leckeres Frühstück im Hotel,

Bild von meinem Frühstücksteller mit Croissant, Nürnbergerle, Fleischküchle und Speck

Frühstück im Ringhotel Loew´s Merkur

dann ab dem direkt neben dem Hotel gelegenen Hauptbahnhof mit der S4 Richtung Ansbach raus in den Südwestpark, wo das Barcamp Nürnberg erneut sein Domizil gefunden hat. Dort gab es leider erst einmal ein technisches Problem mit einer der Kaffeemaschinen – glücklicherweise erst nachdem ich meinen ersten schon hatte 😉

Vorstellungsrunde und Sessionplanung

Pünktlich um 10.30 Uhr ging es dann los mit einer kurzen Begrüßung, in der auch kurz der Ablauf des Barcamps und die Regeln erklärt wurde. Dann durften sich – wie üblich – alle Teilnehmer mit ihrem Namen und 2-3 Tags vorstellen. Das gab dann erwartungsgemäß die ersten Lacher – und wurde von allen Teilnehmern erstaunlich diszipliniert eingehalten, obwohl – wie vorher abgefragt – doch einige Neulinge (inkl. der Mutter eines der Organisatoren) dabei waren. Weiter ging es mit der Sessionplanung – dabei wurde die Sessions bis Samstag Abend geplant, für die Nightsessions sollte es eine neue Planung geben. Alle Sessions, beginnend ab Freitag, könnt ihr im Timetabler des Barcamps Nürnberg 2012 nachlesen.

1. Session: Barcamps for Noobs

Da keine der Sessions der ersten Runde mich zwingend angezogen haben, habe ich gerne Balu unterstützt bei seiner Session für die Neulinge auf einem Barcamp. Er erklärte nochmals in Ruhe den Ablauf, die Regeln (insbesondere: Talk about the Barcamp, Blog about the Barcamp, Twitter about the Barcamp, Facebooke about the Barcamp usw.) und war für alle Fragen offen. Nachdem ich nun mittlerweile auch einige Barcamperfahrung gesammelt habe, konnte ich noch das eine oder andere ergänzen – insbesondere den Hinweis, dass keiner Scheu haben darf, einen Vortrag oder eine Diskussionsrunde anzubieten. Oder frech fragen, wer denn Ahnung von einem Thema hat und dann denjenigen für eine Session verhaften 😉

2. Session: Canvanizer.com

In der zweiten Session ging es um den Nutzen der gerade sich noch im Ausbau befindlichen Website canvanizer.com. Diese Website unterstützt das online Arbeiten mit dem Modell, das Alex Osterwalder entwickelt hat:  Business Model Canvas. Und das ganze kostenfrei! Sogar ein Brainstormmodus ist vorhanden, und es können Zwischenstände abgespeichert werden. Die Entwickler sind für Feedback und Ergänzungswünsche offen, also testet das und meldet euch bei Ihnen! Anschließend ging es erst einmal Essen, für mich gab es

Mittagessen beim Barcamp Nürnberg am Samstag: Fleischküchle mit Kartoffel- und Krautsalat

Mittagessen am Samstag beim Barcamp Nürnberg

3. Session: Unterwegs gut beraten: Smartphones & Apps als Helferlein für „Anneliese Wireless“

Doris Schuppe aka DoSchu stellte einige Apps für iOS und Android vor, die unterwegs gute Dienste leisten. Neben alten Bekannten wie myTaxi, Flinc, Foursquare, Evernote, wunderlist waren auch einige für mich neue dabei, die ich noch austesten möchte:

  • Buffer (kann man Links per Mail hinsenden; diese nacheinander  werden zu festgelegten Zeiten in div. Netzwerke gepostet)
  • memonic (Alternative zu Evernote)
  • barcoo (Unterwegs Barcodes scannen und Preisvergleiche vornehmen)

Allen noch ans Herz gelegt wurde der Aufruf, wheelmap zu unterstützen und selbst Spots zu erfassen / bewerten.

4. Session: Recht unkompliziert

Weiter ging es für mich mit einer juristischen Session von Bernhard Kelz. Dort wurde u.a. ausgiebig über die Anbieterkennzeichnung in sozialen Netzwerken diskutiert. Problem der Nutzung eines Impressums als App ist, dass diese auf mobilen Seiten nicht angezeigt werden. Ebenfalls diskutiert wurde die Frage der Lizenzierung von Bildern. Wer die Session nachverfolgen möchte – Steffen hat diese gefilmt und bei YouTube für euch bereit gestellt. Danke!

5. Session: Präsentieren mit Drehbuch und Storyboard

Alexandra Graßler zeigte, wie man weg kommt von drögen Powerpointfolien, welche Wirkung Farben von Kleidungsstücken haben können, was die Blickrichtung von Bildern für Eindrücke steuern und vieles mehr. Gelernt habe ich dabei – Farben und Bilder wirken immer; Bilder von Menschen (und meiner Ansicht nach Tieren) wirken immer (unbewusst). Sie empfahl, Präsentationen immer mit Folien zu beginnen, die Gefühle wecken.

6. Session hab ich ausfallen lassen und hab Leckeres schnabuliert..

Foto vom Buffet des Samstag Abend

*nomnomnom*

Weiteres Bild vom zweiten Teil des Buffets

Ich sag nix mehr... ;))

7. Session: ebooks – Formate, Distribution

Andreas Pilz hatte diese Session als Erfahrungsaustausch angestossen – und das ganze dann an Ute Mündlein (genau, die mit dem Armen Poeten) abgegeben (er beschäftigte sich lieber mit dem leckeren Essen). Hier wurden verschiedene Aspekte diskutiert, angefangen davon, dass man einfach machen solle, wenn man ein eBook schreibt/fertig hat und sich nicht verkünsteln soll. Auch Fragen, ob man Geld für eBooks nehmen soll, ob man Mailadressen sammelt und ähnliches wurden ausführlich diskutiert. Hat Spass gemacht!

Anschließend war erst mal ein wenig socializing angesagt – und dann die Sessionplanung für die Nightsessions. Für mich ging es da um 21 Uhr weiter mit

8. Session: Patente und so

Markus Schneider ist Patentingenieur und arbeitet als Researcher (ich hoffe, dass das so richtig ist) in einer Patentanwaltskanzlei in Nürnberg. Er zeigte uns, wo man wie recherchiert. Leider wurde er etwas von uns gequält, da wir zwar die Beispielsuche des Teddybären mit Musik interessant fanden, aber irgendwie doch alle lieber mehr über Markenrecherche wissen wollten. Trotzdem war es sehr spannend zu sehen, wie man professionell an so eine Suche ran geht. Und er bot auch noch jedem an, sich gerne mit Fragen an ihn zu wenden, er gibt sie auch an die Kollegen in der Kanzlei weiter 😉

9. Session: Von Netzpolitik zu olidigitaler Gesellschaftspolitik

War ich drin, war aber nicht so meins. Eine war dabei, die ernsthafte Probleme hatte, andere aussprechen zu lassen oder andere Meinungen gelten zu lassen – ich glaub, ich hab deswegen die ganze Session schon wieder verdrängt.

10. Session: Business Model Generation

Um die Session hatte ich während der canvanizer.com Session gebeten, um mehr darüber zu erfahren, wie das funktioniert. Das Buch von Alex Osterwalder habe ich zwischenzeitlich auf meinen Wunschzettel bei amazon gepackt und werde das wohl bald bestellen. Lässt sich sicher für einiges nutzen. Nach einer kurzen praktischen Einführung in Business Model Generation haben wir das am Beispiel eines neu zu gründenden Kosmetiksalon durchgespielt, den die Freundin eines der Teilnehmer gründet. Dieser bietet einige besondere Services (pfui, nicht was ihr denkt, aber aus Wettbewerbsgründen schreibe ich da natürlich nicht darüber) und wir haben damit das ganze Modell mal durchgespielt. Super spannend war das – nur ich gegen Ende dann wirklich platt, war es doch schon gegen 0 Uhr.

Bild von Tim Schikora in Action beim Erklären, wie Business Model Generation funktioniert

Tim in Action

Als dann getwittert wurde, dass wieder Bier da ist, bin auch runter zu den anderen und hab den Rest des Abends mit netten Gesprächen verbracht, immer wieder mal mit einem Blick auf die Werwolfsession, die bis gegen 3 Uhr andauerte… da nahm ich dann mit ein paar anderen ein Taxi in die Stadt – und nach einem nächtlichen McDonalds Besuch lag ich dann um 3.30 Uhr im Bett – wohlwissend, dass der Wecker um 7.30 Uhr klingeln sollte, weil ich am Sonntag mich für die erste Schicht Empfang eingetragen hatte.
Der Rückblick auf Sonntag erfolgt bald (Donnerstag oder Freitag) hier: Barcamp Nürnberg 2012 – der Sonntag

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