Da sitze ich nun im Zug und habe lange vor mich hin gedöst. Und gelesen. Und dann hat es mich doch gepackt. Ich mag was zum WordCamp in Hamburg schreiben. Vorher aber einen Artikel fertig gemacht, zu dem ich auf dem WordCamp durch Tobias Schwarz, besser wohl bekannt als der Isarmatrose, angeregt worden bin – denn seine Session war die mit eine der für mich interessantesten: „Keep Calm And Blog On“ – entgegen meiner ersten Befürchtung bei dem Titel war diese nicht in Englisch, wie ich auf der Sessionübersicht des WordCamps nachlesen konnte, sondern auf Deutsch.

Tobias Schwarz aka der Isarmatrose bei seiner Session auf dem WordCamp

Tobias Schwarz aka der Isarmatrose bei seiner Session auf dem WordCamp

Um was ging es bei der Session von Tobias? Eigentlich um sein Leben. Wie er vom Hobbyblogger zum bezahlten Schreiber wurde. Aber auch, wie man sich selbst vermarktet. Dass man Stellung beziehen sollte. Dass man sich einen Namen machen „muss“, wenn man erfolgreich sein will. Dass man dazu auch seine Stimme erheben muss, auch mal unbequem sein. Das hat mich wieder ein wenig aufgerüttelt. Sehe ich ja selber, die meist gelesenen Beiträge in meinen Blogs sind entweder die „Schlechte Erfahrungen mit…“  (DeutschlandSIM; netcup)oder sehr persönliche Geschichten. Der letzte hier im Blog erschienene Beitrag, dass ich Abnehmen will zum Beispiel. Oder im Reiseblog mein Rückblick zur ITB.

Also werde ich Deinen Rat, lieber Tobias, gerne annehmen. Hoffe ich. Und öfter „laut“ werden. Öffentlich Stellung beziehen, meine Meinung mehr vertreten. Da musst Du, lieber Leser, künftig öfter durch. Oder Du liest hier einfach nicht mehr mit, das steht Dir ja frei.

WordCamp, aber kein Barcamp…

Doch zurück zum WordCamp in Hamburg. Die Location? Naja, das Geomatikum ist ein Teil der Uni – und ich hasse Hörsäle, die sind einfach nicht gemütlich. Und viel schlimmer, sie provozieren Frontalbeschallung. Davon abgesehen habe ich mich eh wieder geärgert, dass das WordCamp ein „camp“ im Namen trägt und sich damit in Richtung Barcamp im Namen darstellt. Obwohl nahezu alle Sessions schon vorher gesetzt waren. Das finde ich sehr schade. Und unnötig. Nennt es doch künftig WordCon oder so…

Aber weg von dieser grundsätzlichen Kritik – die Veranstalter des WordCamps haben gute Arbeit geleistet – nahezu alles hat funktioniert, der Zeitplan wurde eingehalten, die Verpflegung war ok (ja, ich habe das Argument zu den ausschließlich vegetarisch belegten Brötchen zur Kenntnis genommen…). Hunger musste ich nicht leiden, auch wenn ich Samstag lieber raus bin zum Essen.

Mein Badge und mein 1. Klasse Upgrade für die Bahn

Mein Badge und mein 1. Klasse Upgrade für die Bahn

Was habe ich mir sonst noch so angehört?

Walter Ebert erzählte was dazu, wie man die .htaccess richtig nutzt. Ging mir ein wenig zu schnell – aber die Session richtete sich auch an Entwickler und war mit „Fortgeschrittene“ gekennzeichnet.

WordPress MeetUps

Anschließend habe ich mich noch in die Meta WordPress MeetUp Session gesetzt, damit Daniel nicht alleine Stuttgart vertreten musste. Ich glaube, wir sind beide wieder ein wenig motivierter aus der Session rausgegangen und haben einige Tipps mitgenommen, wie wir das in Stuttgart vielleicht ankurbeln können. Daniel hat direkt die Anmeldung bei MeetUp.com gemacht, dann kamen als Tipps auch noch die Bewerbung der Events via XING und zur Not auch mittels klassischer Abreißzettel. Mal sehen, was wir daraus machen, ich persönlich würde mich freuen, mich mit anderen WordPress Anwendern auszutauschen. Daniel würde dagegen wohl lieber noch mehr Entwickler treffen – wenn wir beides hin bekommen, wäre es top!

Aus den weiteren Sessions dieses Tages habe nicht viel mit genommen, aber dafür wurde Sergej angeregt, mal auf die Schnelle ein Plugin zur Zwei-Wege-Authentizierung zu schreiben. Eines, das ohne Drittanbieter auskommt, sondern nur eine Mail versendet. Könnt ihr euch auf Github mal anschauen.

Mithilfe gesucht…

Apropos Sergej – viele von euch kennen und nutzen bestimmt seine Plugins, die er weitgehend kostenfrei anbietet. Er würde sich über ein wenig Mithilfe freuen, gerade im Support. Wenn ihr Spambee, wpSEO, AntiVirus, Caschify oder andere Plugins von ihm häufig und ausgiebig nutzt und ein paar Basics erklären könnt – dann meldet euch doch mal bei ihm, gerade im Support schlagen oft viele „einfache“ Fragen auf, die ihn als Entwickler zeitlich belasten, aber keinen Entwickler zur Beantwortung benötigen.

Mithilfe ist übrigens ein weiteres Stichwort, dass an diesem Samstag gefallen ist – WordPress lebt als Community. Mithilfe ist gefragt. Und das kannst auch Du. Wenn Du denn willst. Mithelfen, zu entwickeln.Wenn Du kannst. Mithelfen zu übersetzen. Support leisten. Ich glaube, die Diskussion wurde auch sehr stark von Caspar ab dem 04.06. mit seinem „offenen Brief an die WordPress-Community in Deutschland“ angefeuert.

Sonntag sass ich dann wieder in so einer Session, die ich mir echt hätte sparen können. „Ich hab da mal was vorbereitet, damit es schneller geht“. Und dann war die Session nach 15 Minuten vorbei – und ich konnte nichts mitnehmen…

Sehr interessant war hingegen die Session zu „Grid – ein schönes Tool, um Landingpages zu erstellen“. Das muss ich mir tatsächlich mal genauer anschauen, damit lässt sich wohl optisch einiges machen. Ihr könnt das euch hier mal ansehen. Ebenfalls interessant war die Session von Birgit zum Thema „Onlineshops mit WordPress“, auch wenn es weitgehend „nur“ um WooCommerce“ und das Plugin GermanMarket dafür dazu ging. Aber das schaut ja doch ganz interessant aus, auch wenn ich derzeit keinen Shop betreibe. Gut zu wissen ist, dass die Entwickler des deutschen Plugins mit WooCommerce in engen Kontakt stehen und Änderungen, die im Original vorgenommen werden, dadurch rasch für den deutschen Markt anpassen können. Denn unsere zahllosen Vorschriften sorgen dafür, dass dieser Anbieter schlichtweg keine Lust hat, selbst eine für den deutschen Markt rechtlich tragbare Lösung zu erarbeiten. Die deutsche

Hat übrigens RA Thomas Schwenke geprüft, den ich ja auch immer wieder mal getroffen habe und den ich sehr schätze.

Was bleibt sonst noch zu sagen zum WordCamp 2014 in Hamburg? Nochmals Danke für die Organisatoren, danke an die Sponsoren, die das ermöglicht haben, danke an die Vortragenden und danke an die Teilnehmer. Das ist übrigens ein Punkt, der noch Erwähnung finden sollte. Ich hatte ja am Samstagmorgen mal getwittert:

Und das scheint nicht nur mir so zu gehen, klassische Barcamper sind da selten. Woran das liegt, naja dazu hab ich ja oben mich ausgelassen. Und die WordCamper sind auch irgendwie anders. Im Schnitt gefühlt ein wenig älter als auf Barcamps. Und auch sonst anders. Vielleicht, weil viel Entwickler dabei sind? Ich weiss es nicht. Aber: Ich habe wieder sehr nette Menschen kennen gelernt – und schon allein dafür wäre ich gerne nach Hamburg gefahren. Nur schade, dass ich mal wieder wenig von der Stadt selber hatte. Zu Hamburg und dem WordCamp noch kurz: Die Location des Vorabendcamps war an sich ok, das Essen lecker – aber der Service leider überfordert. Aber ansonsten würe ich gerne mal wieder ins Arkadasch.

Und der Samstagabend im Central Park –

Hey, der Central Park Hamburg ist eine großartige Location, danke, dass ich das so kennenlernen konnte. Witzig, denn im August letztes Jahr war ich noch wenige Meter davon entfernt im Rossi, hab das aber nicht mitbekommen, dass da ein Strand in der Stadt ist… Schade, dass ich dort kein Bild gemacht habe.. nur ein kleines Vine:

Also – bis zum nächsten Jahr, wo auch immer es stattfinden wird!

Sponsoren:

Sponsoren_WordCamp_Hamburg_2014


Anzeigen:


DeutschlandSIM

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