Erster Tag in Lara/Türkei

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Angekommen. Und es ist schön hier..

Hmm. anscheinend lassen sich die Bilder mit der Android WordPress App zwar „irgendwie“ anhängen, aber nicht gezielt steuern, wo die hin sollen. Schade eigentlich. Naja, lasse ich mich mal überraschen, wo die nachher erscheinen…

Zimmer gefällt mir sehr gut, der „seitliche“ Meeresblick ist gar nicht übel, und das Zimmer gefällt mir sogar außerordentlich gut! Auch hier finden sich nachher irgendwo Bilder 😉

Fitnessraum ist sehr modern, sogar einen Squashcourt habe ich entdeckt, da werde ich dann wohl nach rund 10 Jahren mal wieder ein paar Bälle schlagen…

Und ja, auch das Essen hat mir sehr gut gefallen! Vielleicht liefer ich da morgen Bilder dazu nach..

WLAN find ich ein wenig doof, Ist umständlich mit dem Handy, oder ich zu blöd.. „Freies“ Wlan, was auf dem netbook zu einer Einlogseite führt. Mit dem Handy eher umständlich…

Nun gut. Das was dann mal ein Versuch mit dem Handy zu bloggen..

Hier ist es 0.11 Uhr bei einer Stunde Zeitverschiebung.. Hatte eben einen Blick in die Disco geworfen – nicht so spannend mit rund 15 Leuten… Durchschnittsalter ist auch eher etwas höher hier 😉

Sophie’s Brauhaus…

Gestern Abend war ich mal wieder mit dem SAW (Stuttgart Afterwork Club, eine nette Gruppe in XING, bei der man(n) immer wieder nette Menschen kennenlernt und durch ihre Zugangsmoderation auch dafür sorgt, dass das so bleibt) Essen, diesmal in Sophie’s Brauhaus in der Marienstr. 28, Stuttgart.

Um das positive – neben den Teilnehmern und den netten Gesprächen des Abends – vorweg zu nehmen -> Das Essen war sehr lecker! Das Schwabenpfännle wurde anstandslos für mich ohne Pilze zubereitet mit einer sehr leckeren Sosse, ich nehme an, es war die dort ebenfalls bei einigen Gerichten angebotene Schwarzbiersosse. Fleisch war bei mir gut, nur SEHR klein, die Maultasche ebenfalls lecker und die Spätzle ok. EIn Tischnachbar meinte jedoch, und nun fangen wir mit dem negativen an, dass sein Fleisch mehr als durch war…

Bei vergangenen Besuchen habe ich immer das Braumeisterschnitzel gegessen, auch das war immer außerordentlich lecker – und das hausgebraute Weizenbier ist auch ein Genuß.

Trotzdem werde ich so schnell da nicht mehr hingehen. Warum? Es wurde schnell voll, das ist ja gut und gewünscht. Es wurde immer lauter, na gut, die Akkustik ist eben so. Aber voll heißt auch, ich muss meinen Personaleinsatz anpassen – und daran scheiterte der Abend. Auf das Essen haben wir teilweise über 1,5 Stunden (!) gewartet. Die Gäste an den Tischen außen herum, die teilweise viel später gekommen sind, hatten schon lang aufgegessen, als dann unserer Essen doch endlich mal kam. Erst wurde seitens des Kellners darauf verwiesen, dass es halt voll sei (war auch seine Begründung, warum er denn nicht mehr als eine Speisekarte finden könne (wir hatten für 30 Leute reserviert…)), später dann, dass es eine nicht abgerufene Suppe (!) verursacht hätte, dass wir so lange warten mussten. Sorry, aber so geht das echt nicht 🙁 Auch die Getränke haben teilweise 20-45 Minuten gebraucht.

Als ich dort angekommen war, war es noch relativ leer dort und hat sich erst gefüllt. Wie immer, wenn ich einen Gutschein aus Gutscheinbuch oder Schlemmerblock nutzen möchte, legte ich diesen gut sichtbar auf den Tisch, wo er dann von 19.25 Uhr bis ca. 22.45 Uhr lag. Beim Zahlen dann die Überraschung: Ich hätte ihm das vorher ausdrücklich sagen sollen, das würde so nicht gehen, er könne ja nicht auf alles achten, was auf den Tischen der Gäste liege. Meinen dezenten Hinweis, dass ich das seit der 1. Auflage des Gutscheinbuches, also schon einige Jahre, regelmäßig so praktiziere (nachdem ich zu Beginn es immer angesprochen hatte und alle abgewinkt haben und meinten, sie sehen das ja..) – übrigens auch schon 2x in Sophie’s Brauhaus..), nahm er nicht zur Kenntnis und berief sich laufend darauf, dass er das so machen müsste. Nach meiner dauerhaften Weigerung, das zweite Essen zu zahlen, meinte er, er könne ja den Chef holen – > ging, kam kurz darauf wieder und meinte, der Chef habe seinen großzügigen Tag…

Zur Ehrenrettung sei gesagt – es war wirklich brechend voll und er war den ganzen Abend über trotz des Stresses zu netten Späßchen aufgelegt.

Fazit: leckeres Essen, gutes Bier – aber trotzdem werde ich so schnell da nicht mehr hingehen

PS: JA, ich weiss, ich hatte das vor Bille und Morgans Hochzeit auch schonmal gesagt, als wir dort zur Hochzeitsplanung gebruncht haben und das schlichtweg gräßlich war, Zeiten können sich aber ändern und die letzten Besuche waren ja auch ok…

Ob ich wohl doch zu anspruchsvoll bin?

Da hab ich nun beim Germanwings-Gewinnspiel auf Twitter erstmalig mitgemacht – und gleich gewonnen.  Als Gewinn kam ein 20 EUR Fluggutschein für das gesamte Netz von Germanwings – eigentlich etwas, worüber ich mich zunächst sehr gefreut hatte.

Nachdem ich den Gutschein, der heute per Mail gekommen ist,  angeschaut hab, ist die Begeisterung dann aber doch etwas abgeebbt – muss ich doch bis 31.03.2011 buchen, also innerhalb der nächsten sechs Wochen. Und zwar einen Flug bis spätestens 31.05.2011. Nun hab ich ja schon öfter mal geschaut, wenn Germanwings wieder den Newsletter versendet  und Flüge für 19.99 EUR angeboten hat. Gefunden habe ich so einen günstigen Flug aber noch nie…

Klar, ich darf den Gutschein auch für teurere Flüge nutzen und die Differenz aufzahlen. Trotzdem bleib ein bischen ein Beigeschmack für mich. Innerhalb von sechs Wochen soll ich jetzt was finden für nen Reisezeitraum innerhalb der nächsten 14 Wochen (davon abgesehen, dass ich am 4.3. Klausur habe udn zuvor in Berlin bin mit bereits gebuchten Flug, dann eine Woche arbeite, dann für 9 Tage in die Türkei will und am 1.4. meine Bachelorarbeit anfängt – weiss gar nicht, wann ich da überhaupt fliegen soll)..

Stellt sich mir die Frage, ob ich doch zu anspruchsvoll – denn „Nem g’schenkten Gaul schaut man ned ins Maul“ – oder doch?

Wo sind die Hände?

Die Frage werden wohl einige wiedererkennen – DJ Hille an der Rille…

Gestern war es mal wieder soweit: Im Lichtblick in Stuttgart war Musicland-Revival-Party. „Musicland“? – Jaaahaaa, so hieß der Schuppen, in dem ich früher mein zweites Wohnzimmer hatte, mal.  Bekannter allerdings unter dem Namen „Müsli“. Eigentlich jedes Wochenende war ich dort. Teilweise am Abend wechselnd mit Roxy, Maxim, Nachtschicht und Oz. Nur der Dienstag abend gehört allein dem Müsli und dem Bingo-Spiel (inkl. Bombendrohung und Räumung…).

Gegen 23.30 Uhr kam ich gestern an, war doch eine Bekannte aus diesen guten alten Zeiten zu Besuch bei ihren Eltern in der Gegend und fragte mich zuvor, wo man denn in Stuttgart am Samstag Abend hingehen könne. Und ging dann auch tatsächlich hin. Und eine weitere Besucherin aus diesen vergangenen Zeiten wurde bei Facebook als angemeldet angezeigt – die habe ich aber ab und an auch so in letzter Zeit getroffen.

War bereits gut voll dort, wurde aber noch voller, ja, für meinen Geschmack zu voll, aber, HACH, so war früher auch Gedränge 😉 An der Kasse bereits wieder ein Türsteher vom ehemaligen Müsli, Rene, wenn ich mich nicht irre. Die Betreiber des Lichtblicks sind übrigens zwei ehemalige Kellner von dort. Und die machen einen echt guten Job mit ihrem Lokal, denn im Lichtblick kann man, wenn keine Parties veranstaltet werden, sehr lecker essen und gepflegt Getränke zu sich nehmen – jeden Monat mit Besonderheiten.

Die Musik war, kurz gesagt, wie früher – also die selben alten Scheiben (wobei ich nicht nachgeschaut habe, ob sich da noch Vinyl dreht oder ob die Musik nicht eher aus nem Rechner kommt), die schon vor rund 15-20 Jahren dort auf und ab liefen – Fade to gray, I will survive, Last Commandment, Zombie und vieles mehr – ich finde das ja herrlich. War eine tolle Zeit, die ich damals hatte, zumindest rückblickend erinnere ich mich vorallem daran, wie unbeschwert ich in den Tag gelebt habe während Abitur und danach.

War also ein eigentlich ganz schöner Abend dort – dafür herzlichen Dank an Dirk und Philipp als Geschäftsführer und Veranstalter. Nur das eigentlich, das ist der Haken – wie in der guten alten Zeit wurde dort geraucht. Geraucht, dass die Augen tränten und die Klamotten trotz aufhängen nachts auf dem Balkon nach wie vor stinken. DAS war der Nachteil der guten alten Zeit – und der ansonsten tollen Party. Aber bei den Massen an Menschen, die dort geraucht haben, scheint es gerade zur Identifikation beizutragen. Trotzdem – für mich sehr schade!

Fazit: Rauchen pfui, Music aber wieder klasse – und einige Gesichter, bei denen man dachte, „Mensch, irgendwoher kennst den/die doch“. Vielleicht waren es welche von „früher“…


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Meine Seminararbeit zum Thema „Datenschutz in sozialen Netzwerken“

Nachdem ich ja schon über meine (unnötige) Angst vor dem juristischen Seminar geschrieben habe, heute noch ein paar wenige Zeilen zum Erstellen der vorangegangen Seminararbeit (Link unten ;)).

Da mich das Seminarthema „Rechtliche Fallstricke im Internet“ des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Unternehmensrecht und Rechtsvergleichung (Prof. Dr. Ulrich Wackerbarth) sehr interessiert hatte, habe ich dieses als oberste Priorität angegeben als es darum ging, ein Seminar für den Studiengang „Bachelor of Laws“ an der Fernuniversität in Hagen auszuwählen. Dort wurden in der Vorbesprechung verschiedene Themen vorgestellt und man konnte dann wieder eine Priorität angeben, welche Themen man bearbeiten möchte. Mein Wunsch mit der höchsten Priorität, nämlich „Die Verwendung fremder Bilder im Internet“, konnte bedauerlicherweise nicht erfüllt werden. Schade – denn gerne hätte ich mir dann endlich die Zeit nehmen können, mich auch einmal ausführlich mit  Creative Commons License zu beschäftigen. Besonders schade: Die beiden, die das Thema zugeteilt bekommen hatten, haben dazu nichts geschrieben.

Doch mein Zweitwunsch, also besagtes Thema „Datenschutz in sozialen Netzwerken“, wurde erfüllt. Mein Betreuer gab mir noch vor Ort einige Literaturhinweise, dann war ich erst einmal auf mich alleine gestellt. Wie gehe ich an die Arbeit heran? Glücklicherweise hatte ich bereits vorher in delicious zu allen möglichen Themen Links gesammelt. Die dortigen Informationen boten einen guten Anhaltspunkt, was alles Problemfelder des Datenschutzes in den bekannten Netzwerken wie Facebook, XING, StudiVZ oder auch LinkedIn sein können. Anschließend ging es an die Erstellung der groben Gliederung und der Absprache, ob ich so vorgehen kann. Nach dem OK des Betreuers ging es dann ans Schreiben – oder besser, ans Lesen. Lesen von Aufsätzen, Blogbeiträgen (hier muss ich besonders Dr. Carsten Ulbricht mit seinem genialen Blog zu Web 2.0, Social Media & Recht – http://www.rechtzweinull.de/ erwähnen), Gesetzestexten (vorallem BDSG und TMG) und unzähligen Kommentierungen dieser Gesetze nahm eindeutig mehr Zeit in Anspruch als das Schreiben selbst.

Langer Rede, kurzer Sinn – es war eine nervenaufreibende Zeit, da ich die Seminararbeit neben der Vollzeitarbeit im Jahresendgeschäft bei meinem Arbeitgeber (Lebensversicherung) geschrieben habe. Und ich war heilfroh, als ich diese dann endlich fertig gestellt und abgegeben hatte! Bis dahin standen neben rund 8-9 Stunden täglicher Arbeitzeit im Unternehmen täglich 2-4 Stunden recherchieren und Schreiben auf dem Programm. Und das über rund acht Wochen…

Zum Ablauf des Seminars habe ich ja bereits hier geschrieben. Als nächstes kommt – nach der noch zuvor kommenden Klausur „Personalführung“, mein wirtschaftswissenschaftliches Wahlmodul – die Bachelorarbeit mit rund 50 Seiten – ab April. Also nicht wundern, wenn ihr dann nicht mehr viel von mir hört. Thema? Noch nicht bekannt. Leider!

Ach ja – hier die Arbeit als pdf: „Datenschutz in sozialen Netzwerken.pdf

Und ja, vielleicht überarbeite ich die mal noch und aktualisiere sie… wenn mal viel Zeit sein sollte… Wird aber wohl eher nichts werden – denn zeitgleich mit der Bachelorarbeit beginnt dann auch das Masterstudium mit dem ersten Modul Zivilrecht – ebenfalls betreut durch den Lehrstuhl Wackerbarth.

Die (unnötige) Angst vor dem juristischen Seminar

Ich hatte ja versprochen, hier persönliches zu schreiben. Alles beherrschendes Thema der letzten Wochen war meine Seminararbeit für die Fernuni Hagen. Mein Thema lautet:

„Datenschutz in sozialen Netzwerken“

Nachdem ich nahezu alle „Verpflichtungen“ im Dezember abgesagt habe, also das Privatleben habe Richtung null gehen lassen, um diese Arbeit zu schreiben, wurde diese tatsächlich fristgerecht fertig und in der erwünschten zweifachen Ausfertigung in Papierform – zusammen mit Ausdrucken aller besuchten und in der Arbeit genannten Internetseiten – eingereicht wurde, begann das Warten: Hat es gereicht? Wie wird die Arbeit wohl bewertet werden?

Parallel zum bangen Warten haben alle Seminarteilnehmer die Arbeiten aller anderer Seminarteilnehmer per Mail erhalten – 11 Arbeiten, von denen 10 gelesen sein wollten bis zum Seminar. Alle in einem Umfang von 20-25 Seiten, alle eher an der oberen gesetzten Grenze. Und gleichzeitig war ein eigener Vortrag vorzubereiten, Dauer 15 Minuten, entweder eine Zusammenfassung oder ein Schwerpunktthema der Arbeit. So zumindest hatte ich das verstanden, dazu am Ende nochmal mehr.

Nun, kurz gesagt, das hat alles hingehauen, auch wenn ein zusätzlicher Urlaubstag für mich erforderlich war, um den Vortrag zu erstellen. Und mich dabei zum ersten Mal in meinem Leben mit Powerpoint zu beschäftigen. Aber auch das hat dank Mithilfe von Hilferufen bei Facebook geklappt, danke an alle Unterstützer!

Donnerstag ging es dann direkt von der Arbeit mit der Bahn (mit nur sehr wenig Verspätung!) nach Hagen. Hagen – eine Stadt in NRW, die mich nicht zu begeistern vermag. Unterwegs habe ich wechselweise versucht, meinen Vortrag zu memorieren und meine Arbeit nochmal zu lesen. In Hagen angelangt ging es direkt ins Hotel, das Art Ambiente. Einfach, kleine Zimmer, aber ausreichend – und ein überaus herzlicher Service beim Frühstück. Dort dann kurz eine Kommilitonin getroffen und Frühstücks- und Abfahrtszeit für den nächsten Tag ausgemacht. Nach einem Abendessen im Polis, ein durchaus empfehlenswertes griechisches Restaurant um die Ecke (Elbersfelder Str. 92) mit einer genialen Metaxasosse, ging es dann ins Bett – nicht ohne nochmal den geplanten Vortrag zu lesen.

Magengrummeln und Aufregung, die schon in den Vortagen vorhanden waren und die auch den Schlaf erschwert hatten, namen am Freitag morgen noch mehr zu. Wusste ich doch nicht so recht, was mich erwarten wird. Wie sehr werde ich vom Professor, vom Lehrstuhl und von den Kommilitonen in die Mangel genommen werden? Auf der Fahrt zum Seminarort waren einige Kommilitonen mit im Bus, das hat dann etwas zur Beruhigung beigetragen. Dort angekommen und nachdem wir endlich den Saal betreten konnten, die Information, dass unser Seminar krankheitsbedingt nicht vom Professor geleitet werden wird. An dieser Stelle – gute Besserung!

Nach kurzer Einführung ging es direkt los, die ersten Vorträge begannen. Meine eigene Nervosität nahm immer mehr zu, schwankte aber auch stark, denn sobald etwas spannendes angesprochen wurde in der an die jeweiligen Vorträge anschliessenden Diskussionen, konnte ich mich gut beteiligen – und solange ich am diskutieren war, war auch die Anspannung weniger. Auch wenn nicht klar war, wie eigentlich die Diskussionsteilnahme bewertet werden würde: Ging es um die Art des Diskutierens? Um die rechtlichen Kenntnisse in der Diskussion? Um die Gesprächsanteile? Fairness?

Nun, nach dem Mittagessen (in der Kantine des Hagener Polizeipräsidiums, mit durchaus sehenswerter Auswahl und sehr humanen Preisen) war ich dann „fällig“.  Kurzfristig hatte ich noch gemerkt, dass ich eine Folie an die Wand werden würde, die ein riesiger Zahlenfriedhof ist – was ich auch entsprechend ankündigen wollte – nur dummerweise hatte ich übersehen, dass ausgerechnet diese Folie für den Rest des Vortrages stehen bleiben würde. Da würde ja keiner mehr auf den Vortrag achten – und ich fügte schnell noch eine kurze Dummyfolie ein 😉

Mein erster „längerer“ Vortrag vor anderen, ein Vortrag, der nicht nur in meine Bachelornote würde einfliessen, sondern der auch im Anschluss „verteidigt“ werden musste. Würden die Mitarbeiter des Lehrstuhls auch mit mir so „human“ umgehen wie mit den anderen zuvor? Nun, meinen Vortrag brachte ich, viel verhaspelnd, in der vorgegeben Zeit, nicht wörtlich wie hier (pdf) geplant, über die Bühne.

Dann ging es über in die Fragerunde – und im Gegensatz zu den vorherigen Diskussionen, wurden mir mehr direkte Fragen seitens des Lehrstuhles gestellt (so empfand ich es zumindest, vielleicht irre ich mich auch). Doch die Fragen waren zwar großteils rechtlicher Art – aber auch teilweise stark auf Facebook bezogen, das Netzwerk, das ich in meiner Arbeit ausführlich beleuchtet habe. Alles in allem konnte ich die Fragen dann doch recht gut beantworten, auch wenn ich gelegentlich mal passen musste. Die 45 Minuten Diskussion fühlten sich auch viel länger an, als die bei den anderen. Naja. Wenigstens da weiss ich, dass das nur gefühlt war.

Weiter ging es mit weiteren Vorträgen und Diskussionen. Alle waren dann doch etwas erleichtert, als der erste Tag vorüber war. Mit zwei Kommilitoninnen bin ich dann abends noch zu einem Italiener in Hotel- und Bahnhofsnähe, dem Ristorante bei Potito, gegangen. Auf die Sonderwünsche der beiden Damen, was den Belag der Pizza anging, wurde dort gerne eingegangen. Viel erwartet hatte ich nicht – doch das Essen war sehr, sehr lecker! Pasta mit Hühnchen-Chilli-Sosse. Dann ging es ins Bett, noch etwas lesen – die Anspannung war weitgehend abgefallen. Wobei immer wieder die Frage aufkam, wie wohl mein Vortrag ankam. Die beiden Mädels meinten schon, dass man mir die Nervosität und auch die Verhaspler nicht angemerkt habe. Aber wie war meine Diskussionsteilnahme – bei meiner Arbeit und bei denen der anderen? War es zuviel? Bin ich zu oft anderen ins Wort gefallen? Hätten meine Kommentare juristisch fundierter sein müssen? Kurz nach 21.30 Uhr muss ich dann lesend eingeschlafen sein – mein Roman lag am nächsten Morgen auf dem Fussboden. Da hat sich der Körper wohl zurückgeholt an Erholung, was er brauchte…

Am nächsten Tag dann wieder bis Mittag Vorträge und Diskussionen, dann „kurze Pause“ und anschliessend die Notenvergabe. Alle einzeln… Da standen wir nun alle im Treppenhaus und waren gespannt. Die ersten die raus kamen, hatten befriedigende Ergebnisse, keiner durchgefallen. Als ich dann dran kam, war ich doch sehr nervös, obwohl mir klar war, dass sich nun nichts mehr ändern kann. Die Noten wurden einzeln verkündet: Seminararbeit: 1,7 – ich konnte aufamten, sollte diese doch 50 % der Bewertung des Seminars ausmachen. Vortrag: 2,7 – Enttäuschung machte sich breit!

Diskussionsteilnahme: 1,0 – da konnte ich dann doch wieder strahlen und bedankte mich! Anschliessend wurde erläutert, wie es zu der Vortragsbewertung kam: Es wäre mehr erwartet worden, dass ich auf die sozialen Netzwerke und die dort gespeicherten Daten eingehe – statt wie ich es gemacht habe, mehr auf den Datenschutz selbst. Falsches Thema rausgepickt. Sie meinten, ich habe ja in der Diskussion anschliessend das alles sehr gut darstellen können, schade, dass ich es nicht in den Vortrag gepackt habe. Nun, ich nahm das so hin, wäre wohl auch ein spannenderer Vortrag geworden, dachte aber, ich solle in einem juristischen Seminar auch das juristische in den Vordergrund stellen. Besonders gefreut hat mich bei der Notenbekanntgabe die Aussage des Seminarleiters, dass ich mit meinen Diskussionsbeiträgen viel zum Seminar beigetragen und dieses bereichert habe. Das tat der Seele und dem Selbstwertgefühl entsprechend gut.

Alles in allem bin ich jedoch mit meiner Gesamtnote 1,7 sehr zufrieden – zumal von denen, die ihre Note bekannt gaben, das die (gemeinsam mit einem Kollegen, witzigerweise ebenfalls aus der Versicherungsbranche, der einen wirklich souveränen Vortrag gehalten hat) auch die beste Note des Seminars war (wie gesagt, 2-3 haben ihre Note nicht bekanntgegeben, ggf. waren hier auch jemand noch besser). Die beiden Nächstplazierten waren dann auch die Mädels, mit denen ich tags zuvor abends Essen war – da habe ich mich dann auch sehr darüber gefreut.

Alles in allem lässt sich sagen, dass das Ganze sich verrückt machen, die Gedankenkreisel, das schlechte Schlafen in den Tagen zuvor, vollkommen unnötig waren. Hätte ich doch nur auf N. gehört, die immer sagte, ich kann das doch…

Abschliessend danke ich hier dem Lehrstuhl, denn die Mitarbeiter haben sehr dazu beigetragen, die Teilnehmer zu beruhigen. Wir hatten den Endruck, dass tatsächlich an unseren Meinungen zu den andiskutierten Problemen grosses Interesse bestand.  Ebenfalls danke ich den KommilitionenInnen für das faire Miteinander. Bis auf einen Ausreißer, wobei diese Person vermutlich nicht einmal absichtlich (bewusst) zum Unmut der anderen beitragen hat, haben alle versucht, die Diskussionen so zu bereichern, dass keine Fallstricke auftraten. Und auch die immer wieder aufmunternden Worte der anderen haben mir persönlich gut getan. Weiter danke ich N., dass sie schon im Vorfeld immer wieder beruhigend auf mich einwirkte und auch die Präsentation auf (Schreib-) Fehler geprüft hat. Und – noch viel weiter zurück- aber auch zusammenhängend, gilt mein herzlicher Dank auf Stephi fürs Gegenlesen der Seminararbeit auf Schreib-/Grammatik- und Wortauslassungsfehler. Das war eine nächtliche Hauruckaktion, dafür hast echt was gut bei mir! Und last, not least, auch einen herzlichen Dank an meinen  Chef, der mir trotz nicht gerade wenig Arbeit zur Zeit, verständnisvoll kurzfristig einen Tag gegeben hat, damit ich den Vortrag vorbereiten konnte.

Jetzt steht nur noch eine Klausur an. Das betriebswirtschaftliche Wahlmodul „Personalführung“. Und die Bachelorarbeit – doch das Thema erhalte ich erst im April, dann habe ich 12 Wochen Zeit, diese zu schreiben. Neben dem am 1.4. beginnenden Masterstudium. Und dem da belegten Modul „Zivilrecht“ – das derselbe Lehrstuhl betreut, der auch das Seminar und die Bachelorarbeit betreut(e). Es geht also weiter…

Und weil immer wieder Frage kommt, ob man meine Seminararbeit lesen könne – das muss ich noch klären, da mein Betreuer am zweiten Seminartag leider nicht mehr anwesend war. Ich werde entsprechend informieren 😉