Ja, richtig gelesen – ich brauche mal eure Hilfe. Von allen gerne, die ihr das lest. Vielleicht kennt ihr das: Nichtsahnend sitzt ihr an eurem Arbeitsplatz und dann kommt wer und meint – „Sie haben da doch vermutlich die größte Ahnung, machen Sie mal“. Und das hat nicht mal was (direkt) mit dem Job zu tun. Nun, so erging es mir letzte Woche.

Worum geht es? Der eine oder andere weiss es oder hat es gelesen: Ich arbeite bei einer relativ kleinen Versicherung – einer Lebensversicherung. Die meiste Zeit über bin ich mit Risikoprüfung für Berufsunfähigkeitsversicherungen und Lebensversicherungen beschäftigt. Und wir sind, deswegen der PKV Zusatz im Titel, die „kleine Schwester“ im Gleichordnungskonzern der SDK – die „große Schwester“ ist die Süddeutsche Krankenversicherung. Und was nun die Frage war? Nun, der Kommunikationskreis hatte das Thema Social Media auf der Agenda. Jede Abteilung hat folgende Fragestellung bekommen:

Social Media: Welche Maßnahmen sind aus Sicht der  Abteilungen gewünscht?

Und jetzt kommt ihr ins Spiel – aus meiner Sicht ist die Fragestellung optimierenswert 😉 Das müsste doch heissen:

Was wollen Kunden oder Interessenten im Bereich Social Media von einer Lebensversicherung oder einer Krankenversicherung lesen / sehen / hören ?

Oder seht ihr das anderes? Ok, ich kann jetzt mal kurz festhalten – manche von euch haben Ahnung von Social Media, nutzen diverse Kanäle sehr bewusst. Andere nutzen Social Media unbewusst. Aber euch allen ist eines gemeinsam: Wer auch nur kurz innehält stellt fest, dass es ohne Versicherungen nur selten geht. Und diejenigen, die das hier lesen, nutzen eindeutig auch das Internet :) Was liegt also ferner, gerade euch zu fragen, was Ihr von Versicherungen (aus eingangs geschilderten Gründen vornehmlich von Lebensversicherern und Krankenversicherern; gerne aber auch zu Sachversicherungen, irgendwer aus der Branche wird hieran sicher Interesse haben) lesen / hören / sehen wollt? Nachstehend findet ihr jede Menge Fragestellungen. Die könnt ihr, wenn ihr schon wisst, was ihr hören wollt, direkt überspringen. Oder darauf explizit eingehen.

Was wollt ihr als Interessenten und/oder Kunden auf welchen Kanälen an Input? Was wollt ihr an Kontaktmöglichkeiten? Wollt ihr „nur“ Gewinnspiele? Informationen zu Tarifen? Zu allgemeinen Fragestellungen? Zu Rechtsprechung, was Versicherungen anbelangt? Ist eine Fanpage bei Facebook, eine Unternehmensseite bei Google+ und /oder bei XING Pflicht? Ein Unternehmensblog? Wer soll da schreiben? Die Marketingabteilung / Presseabteilung? Jeder Mitarbeiter, der Interesse hat? Nur fachliches oder auch mal aus dem Alltag? Verrücktes, was man da so erlebt? Davon gäbe es einiges… Braucht ein Versicherer Youtube? Twitter? Wenn ja, wofür?Wenn nein, warum nicht?

Aufgefallen sind mir hier bislang beispielsweise hier die Allianz und unser unmittelbarer Mitbewerber, die R+V. Beide agieren auf vielen Kanälen, bieten allgemeine Infos und unterbreiten beispielsweise Stellenangebote. Was haltet ihr davon?

Oder sollte ein Versicherer sich eher zurückhalten? Social Media Kanäle vornehmlich für eine direkte Kontaktaufnahme bereit halten? In dem Zusammenhang würde mich auch interessieren, wie schnell ihr eigentlich eine Antwort erwartet? Auf welchem Kanal? Minuten, Stunden? Bei komplexen Fragen muss evtl. ein Medienbruch stattfinden – reicht dann ein Zwischenbescheid ala „Wir arbeiten daran, kommt per Post/Fax/Mail/whatever in voraussichtlich ca. x Stunden/Tagen“? Muss ein (kleiner) Versicherer rund um die Uhr auf allen Kanälen kurzfristig bereit sein zu kommunizieren (wenn nicht irgendein „Supergau“ eintritt)?

Soll nur der Versicherer selbst als Unternehmen auftreten oder nur die Außendienstmitarbeiter? Beide?

Seht ihr eine Anwendungsmöglichkeit für Location Based Services? (Vergesst es, den Mayor nehmt ihr mir dort nicht)

Weitere Anregungen habe ich eben bei Jochen Mai gelesen: Nicht immer nur Produkte! – 30 Themenideen für Unternehmen

Ihr seht, es gibt viele Möglichkeiten – aber ich weiss, dass euch noch mehr einfällt. Also – was wollt ihr wo von einem Versicherer sehen / hören / lesen? Wo würdet ihr sofort sagen – toll, dass „ihr“ das macht?

Freue mich über alle eure Kommentare, werde das gebündelt im Unternehmen abgeben. Und ja, es ist nicht einmal uneigennützig – mir fehlt tagsüber der Zugang zu Twitter, Facebook, Google+ und Co 😉

 

Update: Ein erstes längeres Feedback neben den Kommentaren von Torsten findet ihr hier. Und ein noch längeres von Bianca hier. Und auch Besim hat sich nicht lumpen lassen und plädiert hier klar für ein Unternehmensblog.

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