Am 10.11.2012 besuchte ich mit einem Freund die Frank Sinatra Show von Roger Pabst und seinem Orchester. Das Konzert fand im Mozartsaal der Liederhalle in Stuttgart statt. Und was soll ich sagen? Ich wurde sehr enttäuscht.

Gezahlt hatte ich via Groupon 50 EUR für die beiden Tickets in der „besten“Kategorie, Wert soll 55 EUR pro Ticket gewesen sein. Die Tickets gab es etwas vor zwei Wochen, also eher kurzfristig, was wohl ein Hinweis darauf sein kann, dass die Show im Vorverkauf nicht gut ankam. Ich war wenige Minuten nach 19 Uhr da (ab da sollten die Gutscheine eingelöst werden können) und es lag schon ein beachtlicher Haufen an Gutscheinen da. Trotzdem waren nach Beginn der Show noch einige Plätze frei…

Warum ich nun enttäuscht war? Wir hatten Plätze oben auf der Empore, zweite Reihe von vorne (17. Reihe), ganz am Rand (Platz 3 und 4). Der Blick war ok, aber der Sound fürchterlich. Ich weiss nicht, ob es an unseren Plätzen lag, oder ob das überall so schlecht war. Schlecht warum?

Nun, die Stimme von Roger Pabst ging einerseits unter gegenüber dem Orchester, nur bei wenigen Liedern wie My Way war sie dominant zu hören. Das dürfte nicht an den Plätzen gelegen haben.

Dazu kam, dass die Stimme insgesamt eher flach klang – und jegliches Feuer fehlte. Wenn man bedenkt, wie Frank Sinatra teilweise mit aller Macht seine Stimme durch das Mikrofon erschallen ließ. Das war schon stimmlich recht schwach für meinen Geschmack. Oder ist es falsch, die Stimme mit dem unvergesslichen Frank Sinatra zu vergleichen?

Dazu kam noch die Enttäuschung über den Auftritt selbst. Auch das mag an den Plätzen gelegen haben, aber ich habe mich nicht in die Show einbezogen gefühlt. Meist ging sein Blick gerade aus in die Mitte des Saales, nur selten richtete er sich nach meiner Erinnerung in die anderen Richtungen aus – und noch viel seltener zu dem Publikum oben auf der Empore (dort sind nicht wenige der Plätze des Mozartsaals!).

Auch kam bis gegen Ende der Show nur wenig Stimmung auf – bei mir gar nicht, aber auch im Saal verhielt sich das Publikum eher verhalten. Selten habe ich sich bewegende Köpfe oder wippende Knie gesehen. Irgendwie fehlte mir einfach der Charme, den Frank Sinatra (zumindest in seinen Aufnahmen) versprühte.

Was mir auch nicht so gefallen hat, war der Versuch, betont witzig wirken zu wollen. Das ging für meinen Geschmack vollkommen daneben.

Aber es gab auch gute Seiten, und die will ich natürlich nicht verschweigen:

Es gab viele ältere, mir unbekannte Lieder aus den 40ern und das Orchester war großartig. Dazu habe ich viel aus dem Leben von Frank Sinatra gelernt, da jedes Lied mit Hintergrundinformationen zu dem Leben von Frank Sinatra eingeläutet wurde. Das war wirklich sehr spannend und interessant.

Fazit

Roger Pabst konnte mich leider in keiner Weise mit seiner Frank Sinatra Show überzeugen. Schade um den Abend, gleichzeitig wäre im Laboratorium ein Konzert von Red Baraat gewesen, wo ich gerne hin wäre (Schaut dort unter Media, da ist unten ein Video – DAS wäre sicher eine geile Stimmung gewesen!).

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