Hart fing es an für mich, das Barcamp Mainz 2011, auch bekannt als Barcamp Rhein-Main oder bei Twitter #bcmz. Hart, weil ich am Freitag in Köln war und dort auch nächtigte – und die Macher des Barcamps rund um Darren J. Cooper einen doch sportlichen Zeitplan mit Beginn vorgegeben haben. Frühstück sollte es am Samstag, 19.11., ab 8.30 Uhr geben – das war von Köln aus dann nicht wirklich zu schaffen, trotz Aufstehen um 6 Uhr.

Am Vorabend noch per Twitter mit der mir bis dahin noch unbekannten Dorthe Luebbert ausgemacht, dass wir mit dem ICE um 7.53 Uhr fahren, fand ich am Bahnhof erstmal Dank Hinweis von Foursquare Mister Location Based Service himself, also Markus aka @kehrseite. Gemeinsam nahmen wir dann erst einmal ein Abteil in Beschlag inkl. aller vier Steckdosen und Dorthe stiess dann später zu uns. Die Fahrt war sehr kurzweilig – was unter anderem der SMS von vodafone geschuldet war, die die Bandbreite von Markus auf GPRS reduzierte, was er nicht so lustig fand 😉

Wohlbehalten und pünktlich brachte uns die Bahn nach Mainz, wo ich schnell ins Hotel ging, das direkt am Bahnhof war, um meine Sachen zu deponieren. Dann schnell weiter zum Busbahnhof – da traf ich die beiden dann wieder. Dank der guten Orga des Barcamps waren wir mit den nowendigen Informationen (Buslinien und Umgebungsplan) versorgt, um dann das auf dem Unigelände sehr gut ausgeschilderte Gebäude zu finden, in dem sonst die armen Studierenden irgendwelche Vorlesungen zur Chemie lauschen müssen.

Wegweiser zum richtigen gebäude beim Barcamp Mainz

Wegweiser zum richtigen gebäude beim Barcamp Mainz

Sessionplanung war um 9.30 Uhr, da kam unser Zug gerade erst an, so dass wir diese verpasst haben. Doch bereits am Eingang ging es los mit „ahhh“, #hach und ähnlichen Nettigkeiten, konnte man doch nur wenige Meter laufen, ohne über bekannte Gesichter zu stolpern, auf die man sich freute. Kaffee gab es auch, und nach ein wenig suchen fand ich auch die liebenswerte Bianca, auf die ich mich besonders gefreut hatte – die ist einfach ein wandelnder Schatz 😉

Dann wurde es aber Zeit, einen Blick auf den Sessionplan zu werfen. Andreas sei Dank, es gab ihn wieder online. Über seinen Timetabler konnte man sich das ganze Barcamp über informieren, wo welche Session wann stattfand. Und so ging es für mich dann los mit

Social Media und Recht

Hier referierte – und beantwortete vor allem die zahllosen Fragen des Publikums – der IT-Fachanwalt Stephan Schmidt der Kanzlei TCI Law, was alles im Social Media Umfeld zu beachten ist. U.a. zur Impressumspflicht, da hier vor kurzer Zeit das LG Aschaffenburg ein aus meiner Sicht etwas seltsames Urteil zur Impressumspflicht bei Facebook fällte (seltsam, weil es der Ansicht war, dass niemand unter „Info“ die erforderlichen Informationen finden könnte…). Absolut souverän kämpfte er sich durch alle Fragen und kam daher gerade so durch seine Folien. Wieder ein Anwalt, den ich uneingeschränkt empfehlen könnte, wenn Bedarf in diesem Bereich im Raum Rhein Main ist.

Startfolie zu Social Media und Recht

Startfolie zu Social Media und Recht

Weiter ging es dann für mich mit

Social Business JamCamp Bustour

Hier berichtete Frank Hamm gewohnt souverän von der von IBM gesponsorten und organisierten Bustour im Sommer 2011. Social Media affine Menschen (um das mal vorsichtig auszudrücken, weiss nicht, wie die Einladungskriterien waren) fuhren verschiedene Stationen in Deutschland an und schauten sich Unternehmen an, nahmen an Workshops teil und hielten Vorträge. Lauter verschiedenartige Firmen wie IBM, XING, Hans Grohe oder auch die Bundeswehr. Unterstützt wurde der Vortrag durch die bereits genannte Bianca und Joachim, die beide ebenfalls dabei waren.

Folie vom Vortrag von Frank Hamm "No head of Social whatever"

Folie vom Vortrag von Frank Hamm "No head of Social whatever" (Bundeswehr)

Weiter ging es mit einer Pause für das Mittagessen. Hier erhielten wir schon morgens beim Empfang einen Bon für die Mensa, die Auswahl bestand dann aus Lasagne – mit Hackfleisch oder vegetarisch und einem kleinen liebevoll angerichteten Salat. gewisse Ähnlichkeiten mit Ravioli aus der Dose waren geschmacklich nicht von der Hand zu weisen 😉

Lasagne mit Fleisch und Salat in der Mensa der Uni Mainz

Lasagne mit Fleisch und Salat in der Mensa der Uni Mainz

Nach dem Mittagessen stand ein Spaziergang um den Block mit S. (nur abgekürzt, aus Gründen) an und ein wenig Quatschen mit allen möglichen Leuten. Die erste Session nach dem Essen sollte dann für mich „Nach uns die Zukunft“ sein, ein gerade gestartetes Blogprojekt, die noch Mitstreiter suchen. Fand ich persönlich für mich nicht so spannend, zumal ich den Begriff Nachhaltigkeilt langsam nicht mehr hören kann und so schaute ich nochmal bei Frank Hamm vorbei bei seinen

Notizen eines Auszeitlers

Dort bekam ich noch Teile seines Berichtes mit, wie er zwischen zwei Jobs sich eine bewusste Auszeit genommen hatte. Und dass doch meist alles anders kommt, als man denkt. Dabei ging es viel um persönliches, ich kann seine Session jedem nur ans Herz legen, denn auch er gehört zu den Menschen, die einem einfach auf Anhieb sympathisch sind! Unter anderem ging es in der Session dann auch noch um Tools zum Thema Produktivität u.ä., hier ergaben sich dann interessante Diskussionen.

Folie aus Notizen eines Auszeitlers von Frank Hamm

Folie aus Notizen eines Auszeitlers von Frank Hamm

Social Business mit Storytelling im Unternehmen einführen

Der schon oben bei der Social Business JamCamp Bustour erwähnte Joachim Haydecker brachte uns in meiner nächsten besuchten Session näher, wie man neue Produkte oder Methoden in Unternehmen einführt. Kaum jemand begeistert sich für technische Daten – Geschichten sind es, die die Menschen begeistern. Er unterlegte dies mit vielen Beispielen, so wie die Vorstellung des MacBook Air durch Steve Jobs, als er dieses zunächst in einem Hauspostumschlag verborgen der Meute zeigte.

Bei der anschließenden Kaffeepause war wieder genügend Zeit, neue Leute kennen zu lernen, wie beispielsweise Carolin, deren Session zu THINKnet ich leider verpasst habe. Schlimm war an der Kaffeepause, dass die belegten Brötchen, die Sandwiches und besonders die Muffins so verdammt lecker waren. Was sich dann durch ein erhöhtes Sättigungsgefühl bemerkbar machte 😉

Verhandlungsstrategien

Dies war der schlichte Titel der vorletzten Session, die am Samstag für mich auf dem Programm stand. Alexander Talmon, von Proud Music verhandelt ständig über Verträge und brachte uns vieles aus seinem reichen Erfahrungsschatz näher. Viel will ich hier nicht verraten, lohnt sich die Session doch für jeden von euch, der noch nicht dabei war. Interessante Einsichten gab es auf alle Fälle zu Orangensaft, Abreiseterminen und Anchoring.

Schmutzige Tricks beim Community Management

lautete der Titel der letzten Session des langen Tages. Bewusst reißerisch von Romy Mlinzk, vielen besser von Twitter als Snoopsmaus bekannt. Sie zeigte, wie man in Facebook mit unliebsamen Kommentaren auf Fanseiten umgeht, wie man andere wieder auf ein vernünftiges Diskussionsniveau bringt – und man merkte, dass Sie vollem Herzen Ihren Job liebt. Die Uhrzeiten, in denen Sie Antworten zeigte, sprachen Bände. Ihre Geduld übrigens auch 😉

Bei der Abschlusssession wurde darauf hingewiesen, mehrfach, dass es keine Party im Baron geben würde. Da einige sowieso erst ihr Zimmer in der Stadt beziehen wollten und das Baron oben an der Uni ist, nahmen wir das wörtlich (auch wenn klar war, wie es gemeint war) und fuhren zurück in die Stadt und zogen nach Beziehen der Zimmer zunächst in einer sehr netten Siebenerrunde los, Mainz zu entdecken.

Stefan machte den Anfang und ging mit Stadtplan in der Hand voraus, Steffi, Bianca, Joachim, Markus, Andreas und ich folgten vertrauensselig. Irgendwann kurz nach dem Dom stiessen wir auf das Hintz und Kuntz, dass gut genug für uns aussah – und ein absoluter Glückstreffer war. Ein super aufmerksamer Service brachte uns einen sehr schönen Abend. Das Essen war top – ich begann mit zwei „deutschen“ Tapas, pikant mariniertes Hähnchen mit Curry und Kokos (ein Traum) und Rosmarinkartoffeln mit grüner Soße (auch lecker). Vor lauter Gelüsten nahm ich dann noch eine Currywurst mit Pommes (wenn ihr die Speisekarte auf der Webseite anschaut, sehr ihr, dass die eigentlich so gar nicht ins Konzept passen will) – der Hammer. Eine tolle Currysosse und eine geräucherte Wurst als Basis – beste Currywurst, die ich je gegessen habe! Der später getrunkene Mythos Rotweincuvée trocken vom Weingut Wedeking erinnert mich gerade beim Nachlesen daran, dass ich den auch noch besorgen wollte, so lecker war der!

Die ersten vier mussten sich dann kurzfristig verabschieden, ging es doch einem nicht so gut und sie mussten noch nach Wiesbaden ins Hotel. Machte aber nichts, kamen doch Marco, Michael, Heiko und Alexander bald nach, die uns via Foursquare gefunden haben, wie Marco in seinem Rückblick zum Barcamp Mainz berichtet. Viel wurde an dem Abend gequatscht und gesponnen, sei es zum Barcamp Ruhr kommendes Jahr oder was man alles bei einem Schokocamp machen könnte. #hach!

Anschließend zogen wir noch weiter in Richtung unserer Hotels zurück, dort hatten wir zuvor das Besitos ausgemacht. Da es die Bebitos traditionale zur Happy Hour seit 23Uhr gab, nahmen wir bei weiteren netten Gesprächen noch den einen oder anderen Absacker zu uns bis wir um 1.24 Uhr dann durch die Zahlungsaufforderung und helles Licht gaaanz dezent zum Gehen aufgefordert wurden. Da es am nächsten Tag schon um 9 Uhr mit der Sessionplanung weiter gehen sollte, war das dann im Ergebnis nicht sooo schlimm, die Nacht war kurz genug 😉

Zum Sonntag dann im nächsten Beitrag mehr – wenn ich mal wieder Zeit habe, den zu schreiben (wird auch kürzer, versprochen 😉 )

Die Sponsoren kommen dann auch am Rückblick auf den Sonntag, hier nur die indirekt erwähnten, also die Uni Mainz (Institut für Informatik) und der leckere Kaffee war von Lindenkaffee.

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